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Radio Hamburg

Elbphilharmonie

Eklat im Untersuchungsausschuss

Hamburg, 06.08.2013
Elbphilharmonie

Schon lange ist die Elbphilharmonie wegen der Kostenexplosion das Hamburger Sorgenkind. Bei der Untersuchung der Gründe kam es jetzt zu einem Eklat.

Wer ist Schuld am Chaos um das Hamburger Prestigeprojekt? Die Antwort fällt offenbar auch dem Untersuchungsausschuss schwer.

Wer ist Schuld am Chaos um das Hamburger Prestigeprojekt? Die Antwort darauf fällt wegen Mängeln im Berricht schwer.

Eklat im Untersuchungsausschuss

Im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Elbphilharmonie ist es am Dienstag (06.08.2013) zu einem Eklat gekommen. Nach der harschen Kritik der Opposition am Abschlussbericht wurden die Beratungen über den Entwurf vertagt. "Die Obleute sind übereingekommen, dass der Bericht an der ein oder andere Stelle noch einmal überarbeitet werden muss", sagte der Vorsitzende des Ausschusses, Ole Thorben Buschhüter (SPD). Die Fraktionen haben nun bis Ende der kommenden Woche Zeit, ihre Kritikpunkte zu formulieren,bevor der Arbeitsstab den Entwurf überarbeitet. Die Beratungen könnten dann voraussichtlich im Oktober beginnen.

Abschlussbericht mit Mängeln

Der Ausschuss soll klären, wie es zu den immensen Kostensteigerungen und Verzögerungen bei dem Prestigeobjekt kommen konnte. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hatte den 750 Seiten starken Entwurf vor der Sitzung massiv kritisiert und angekündigt, eine Vertagung zu beantragen. Der Entwurf habe handwerkliche Mängel, erscheine wie ein großes Durcheinander von Feststellungen und werde wissenschaftlichen Ansprüchen nicht gerecht. So fehle beispielsweise eine Wertung, wie sich die Akteure innerhalb dieses Projekts verhalten haben.

Überrascht von Kritik

Von der Kritik der Opposition wurde die SPD am Dienstag (06.08.2013) dennoch überrascht. Nach eineinhalbstündiger Beratung stand fest: Die Sitzung wird vertagt. "Ich kann die Kritik teilweise nachvollziehen. Aber das der ganze Bericht nichts taugt,glaube ich nicht" erklärte Buschhüter. Ziel sei es, einen größtmöglichen Konsens zwischen den Fraktionen hinzubekommen: "Wir müssen das jetzt nicht durchpauken, dann nehmen wir uns mehr Zeit", so der Ausschussvorsitzende.

Hintergründe des Vorfalls

Der Ausschuss ist bereits die zweite Auflage bei der Suche nach den Ursachen für die Kostenexplosion. Die Mitglieder untersuchten den Zeitraum bis Ende 2008 - dabei geht es vor allem um den sogenannten Nachtrag 4, durch den die Kosten der Stadt von 114 auf 323 Millionen Euro stiegen. Inzwischen haben sich Stadt und Hochtief auf einen "Globalpauschalfestpreis" von 575 Millionen Euro geeinigt. Die Gesamtkosten für den Steuerzahler belaufen sich laut Senat auf 789 Millionen Euro, die Eröffnung der Elbphilharmonie ist bis 2017 geplant.

(dpa/ kru)

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