Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Billstedt

Dreijährige an Leberriss gestorben

Hamburg, 18.12.2013
Billstedt, Tote 3-Jährige, Totes Kind,

In diesem Haus in Billstedt wohnt die Familie der verstorbenen Dreijährigen.

Das dreijährige Mädchen aus Billstedt ist an einem Leberriss gestorben. Die Eltern wurden von der Polizei festgenommen und kommen vor den Haftrichter.

Die 26 Jahre alte Mutter und der 25-jährige Vater wurden festgenommen, wie die Polizei mitteilte.

Todesursache auf Fremdverschulden zurückzuführen 

Das Mädchen soll nach Angaben der Mutter in das Wohnzimmer gelaufen und dabei gestürzt sein. Die 26-Jährige leistete Erste Hilfe und verständigte den Notarzt. Dieser konnte das Mädchen nicht wiederbeleben. Nach einer Eilsektion steht fest: Das Mädchen ist nach einem Riss in der Leber verblutet - außerdem sind Verletzungen festgestellt worden, die durch körperliche Gewalteinwirkung entstanden sein könnten. Die Staatsanwaltschaft prüft zur Stunde, ob Haftbefehl gegen die Eltern erlassen wird. Die Mordkommission ermittelt.

Erst seit August zurück in der Familie

Das Kind ist sein ganzes Leben lang in Obhut der Jugendämter gewesen - die leiblichen Eltern haben es nach der Geburt abgegeben, sie haben sich überfordert gefühlt. Anfang des Jahres, als das Kind bei einer Pflegefamilie gelebt hat, hat es dann eine schwere Schädelverletzung erlitten - die Umstände des Vorfalls sind noch immer nicht geklärt. Der Landesbetrieb Erziehung und Beratung hat das Kind danach in Obhut genommen - seit August hat es wieder bei seinen Eltern in Billstedt gelebt.

Kinderschutzbericht 2012: 20 % mehr Verdachtsmomente

Im Januar 2012 hatte der Tod der elfährigen Chantal viele Hamburger schockiert - und die Jugendämter erhebliche unter Druck gesetzt. Das Mädchen war im Stadtteil Wilhelmsburg in der Obhut ihrer drogensüchtigen Pflegeeltern an einer Überdosis des Ersatzstoffes Methadon gestorben. Die Hamburger Sozialbehörde kündigte daraufhin eine stärkere Kontrolle der Jugendämter an.

Erst am Dienstag (17.12.) hatten die Hamburger Bezirksämter den Kinderschutzbericht 2012 vorgelegt, der jährlich über die Arbeit der Jugendämter im Kinderschutz informiert. Den Angaben zufolge sind die Verdachtsmeldungen zu Kindeswohlgefährdungen im Vergleich zum Jahr 2011 um knapp 20 Prozent gestiegen. "Bei dieser Zahl bekommt man zunächst einen Schreck, sie muss aber mit Vorsicht betrachtet werden", sagte Pressesprecherin Lena Voß vom Bezirksamt Wandsbek. Innerhalb der Jugendhilfe habe es im vergangenen Jahr einige Veränderungen gegeben. Eine neue Software ermögliche es, dass der Kinder- und Jugendnotdienst sowie die Polizei ihre Meldungen direkt in das System einspeisen, so dass die Anzahl der Verdachtsfälle höher ausfällt als zuvor. "Vor allem aber ist die Sensibilität in der Bevölkerung viel größer geworden", sagt Lena Voß. "Wir erhalten viel mehr Meldungen von Eltern, Nachbarn und Schulen."

Für die Familie des 3-jährigen Mädchens aus Billstedt ist ebenfalls der Bezirk Mitte zuständig.

Lest auch: Methadontod von Chantal: Pflegemutter von Chantal muss doch vor Gericht

Die Pflegemutter der durch eine Methadonvergiftung getöteten elfjährigen Chantal muss sich nun doch vor Gericht v ...

(dpa/mgä)