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Radio Hamburg

Esso-Häuser

Appell an Vermieter: Ersatzwohnungen gesucht

Hamburg, 17.12.2013

Anfang des neuen Jahres sollen die rund 100 Mieter der maroden Esso-Häuser zügig in alternativen Quartieren untergebracht werden.

Die einsturzgefährdeten Hamburger Esso-Häuser an der Reeperbahn können nicht mehr bewohnt werden. Daher hat jetzt das Bezirksamt Mitte an die Hamburger Wohnungswirtschaft und Eigentümer appelliert, so viele Ersatzwohnungen wie möglich anzubieten. Anfang des neuen Jahres sollen die rund 100 Mieter zügig in alternativen Quartieren untergebracht werden, wie ein Sprecher des Amtes sagte.

Auslöser für Risse und wackelnde Wände unbekannt

Bei einer Gebäude-Prüfung am Montag (16.12.) waren in der Tiefgarage neue Haarrisse sowie Betonstaub entdeckt worden. Das seien Indizien für eine jüngste Bewegung. Spekulationen, ob laute Musik aus umliegenden Clubs und vom Spielbudenplatz der Auslöser dafür war, ließen sich nicht verifizieren, ergänzte der Sprecher. Nach Anordnung des Bezirksamtes sind die Häuser direkt an einer Esso-Tankstelle bei der Reeperbahn gesperrt. Sie waren in der Nacht zu Sonntag evakuiert worden. Bewohner hatten von wackelnden Wänden berichtet. Rund 100 Mieter sind zunächst bei Verwandten, Freunden oder in Hotels untergekommen.

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Die Esso-Häuser am Spielbudenplatz sind Sonntagnacht geräumt worden, nachdem Anwohner die Polizei wegen wackelnde ...

Der Antrag für eine Abbruchgenehmigung, gestellt vom Eigentümer Bayerische Hausbau, wird derzeit im Bezirksamt geprüft. Ist sie erteilt, könnte nach Sicherung und Vorbereitung der geplanten Baustelle mit den Abrissarbeiten - vermutlich noch im 1. Quartal 2014 - begonnen werden. Geplant ist seit Längerem, dass die Häuser 2014 abgerissen werden und einem Neubau auf dem Gelände weichen. Gegen Luxussanierungen in traditionsreichen Hamburger Wohnvierteln gab es in der Vergangenheit Proteste. Für Samstag (21. Dezember) haben Linksalternative zu einer Demonstration aufgerufen, bei der sie sich auch für die "Esso-Häuser" sowie für das Kulturzentrum "Rote Flora" einsetzen wollen. Die Polizei erwartet mehr als 3000 Teilnehmer. (dpa/apr)

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