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Radio Hamburg

Esso-Häuser

Dürfen Mieter nie wieder zurück?

Hamburg, 15.12.2013
Räumung Esso-Häuser

Viele Anwohner mussten in der Nacht ihre Wohnungen sicherheitshalber verlassen.

In der Nacht zum Sonntag (15. Dezember) hat die Polizei die Esso-Häuser auf St. Pauli geräumt. Die Gebäude wurden nach einem Notruf auf Einsturzgefahr überprüft.

Aufregung auf der Reeperbahn: In der Nacht zu Sonntag (15. Dezember) sind Teile des Spielbudenplatzes auf der Hamburger Amüsiermeile gesperrt worden. Die Polizei hat die nahliegenden "Esso-Häuser" evakuiert. Zuvor hatten Anwohner von "wackelnden Wänden" berichtet.

Polizei überprüft Esso-Häuser

Die Anwohner aus den Blocks 5a, 5b und 5c mussten am späten Samstagabend ihre Wohnungen am Spielbudenplatz verlassen, berichtete ein Polizeisprecher. Nach einer ersten Überprüfung der Häuser durch einen Statiker weitete die Polizei die Evakuierung aus. In den angerenzenden Straßen Taubenstraße und Kastanienallee wurde auch jeweils ein Haus geräumt. Frühestens am Sonntagmittag soll feststehen, wann die Anwohner in ihre Wohnungen zurückkehren können. Bis dahin wird die Statik der als marode geltenden Gebäude genauer untersucht.

Anwohner schlafen in Schule

Laut Polizei habe es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme gehandelt, nachdem besorgte Anwohner den Beamten von "wackelnden Wänden". Dutzende Bewohner warteten in bereitgestellten Bussen auf der Reeperbahn aus, bevor sie nach Polizeiangaben für die Nacht in einer nahgelegenen Schule untergebracht wurden.

Mehrere Bars und Clubs dicht

Am Spielbudenplatz gelegene Bars, Restaurants und Diskotheken wurden geschlossen, darunter auch das "Molotow" und die wohl berühmteste Tankstelle Deutschlands. Während wie jedes Wochenende tausende Menschen das Nachtleben auf dem Kiez belebten, lag der Spielbudenplatz verlassen dar. Der Weihnachtsmarkt "Santa Pauli" war nicht betroffen.

Räumung ohne politische Gründe

Die betroffenen Anwohner haben laut Polizei verständnisvoll reagiert. Ein Polizeisprecher betonte, dass die Räumung keinerlei politische Gründe gehabt habe. Die Esso-Häuser sollen im kommenden Jahr abgerissen werden und das Gelände neu bebaut werden. Dies hatte heftige Diskussionen in der Hansestadt ausgelöst.

Mieter dürfen nicht zurück

In der Nacht zum Montag dürfen die Mieter nicht wieder zurück in ihre Wohnungen. Das erklärte Bezirksamtschef Andy Grote am Sonntagnachmittag. "Die Lage ist so, dass wir nach der Notunterbringung heute in der Sporthalle die Mieter erstmal zu den Häusern fahren, damit sie ihre notwendigen Dinge aus den Wohnungen holen können und werden sie dann gegebenenfalls in Hotels unterbringen. Für Transport und Verpflegung ist gesorgt", so Grote. Die Chancen, dass die Mieter jemals wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können, ist unwahrscheinlich. "Wir sehen es im Moment als nicht wahrscheinlich an, dass die Mieter wieder dauerhaft in die Wohnungen zurückkommen können. Die Schilderungen der Erschütterungen heute Nacht sind so gravierend, dass wir von einem ernsthaften Risiko ausgehen müssen."

(dpa/slu)

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