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Radio Hamburg

Esso-Häuser

Initiative stellt Forderungen an Politik und Eigentümer

Hamburg, 18.12.2013
Esso-Häuser, Kiez, Spielbudenplatz, eingezäunt, Abriss

Die Initiative Esso-Häuser fordert eine finanzielle Entschädigung für die Mieter der Esso-Häuser.

Die "Initiative Esso-Häuser" fordert von der Politik und der Bayerische Hausbau Rückkehrrecht und finanzielle Entschädigung für die Mieter.

Die "Initiative Esso-Häuser" äußert in ihrer Stellungnahme massive Kritik an dem Umgang mit den Esso-Häusern. Sie erklärt:"Der gewinnorientierte Umgang mit Wohnraum hat Menschenleben gefährdet. Der Zustand der Esso-Häuser wurde in Kauf genommen, um teurer, größer, profitträchtiger neu bauen zu können." Sonntagnacht (15.12.) waren die Esso-Häuser geräumt worden, nachdem die Anwohner wegen wackelnder Wände die Polizei verständigt hatten.

Mieter mussten Hotel wechseln

Die Mieter werfen dem Hausbesitzer, bayerische Hausbau, schlechtes Krisenmanagement vor. Einige Mieter haben bereits ihre Hotels wechseln müssen. Außerdem stellt sie das Hotelleben vor ein finanzielles Problem, so Christiane Hollander vom Verein Mieter Helfen Mietern: „Die Leute brauchen natürlich mehr Geld, um einen ganz normalen Kaffee zu trinken, zu frühstücken. Sie können sich ihr Mittagessen nicht selber machen. Der gesamte geregelte Alltag entfällt.“

Bernd Taubenberger von der bayerischen Hausbau, warum müssen die Mieter von Hotel zu Hotel ziehen? „Die Kollegen haben hier zwei Hotels angemietet, in denen jetzt alle Mieterinnen und Mieter auch auf Dauer untergebracht worden sind. Dadurch ist ein nochmaliger Umzug entstanden. Aber in dieser Situation, ganz ehrlich, ist der absolut hinnehmbar.“

Wie helfen Sie den Mietern, die im Hotel ohne Küche dastehen und deshalb mehr Geld fürs Essen und Trinken benötigen? „Wir haben noch am Sonntag 50 Euro pro Person ausgereicht und werden zu allen Mieterinnen und Mieter gehen und eine weitere Pauschale ausreichen. Ich denke, auch da ist viel gemacht worden und man kann uns keinen Vorwurf machen.“

Finanzielle Entschädigung für Mieter gefordert

Sie fordern unter anderem praktische und psycho-soziale Unterstützung für die Mieter, ein Rückkehrrecht zu gleichen Konditionen und eine finanzielle Entschädigung für alle MieterInnen durch den Eigentümer der Esso-Häuser, insbesondere für die betroffenen Gewerbetreibenden wie das Molotow. Außerdem soll eine Neu-Bebauung sich am Gemeinwohl orientieren und zu St. Pauli passen. Nach Angaben der Initiative belegen Berechnungen von Wohnungsbauexperten, dass hundertprozentig geförderter Wohnraum und günstige Gewerbemieten dort möglich sind.

Offenlegung von statischen Untersuchungen

Eine transparente Offenlegung der statischen Untersuchungen und ihrer Ergebnisse gehört ebenfalls zu den Forderungen der Initiative. Die Öffentlichkeit habe ein Recht darauf, zu erfahren, was die tagelangen Untersuchungen in den Häusern ergeben haben, auf deren Grundlage der Abriss der Esso-Häuser anscheinend beschleunigt werden soll.

Die Initiative wirft der Bayerischen Hausbau außerdem vor, notwendige Sanierungsarbeiten nicht vorgenommen zu haben, um den Abriss unausweichlich zu machen. Sie fordert deshalb von der Politik, der Bayerischen Hausbau einen neuen Bebauungsplan zu verweigern.

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(mgä / ste)

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