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Radio Hamburg

Hamburg Reeperbahn

Bewohner dürfen kurz zurück - Aus für Esso-Häuser

Hamburg, 16.12.2013
Esso-Häuser, Kiez, Spielbudenplatz, eingezäunt, Abriss

Der Gebäudekomplex an der Hamburger Reeperbahn ist marode, es wird wohl abgerissen.

Nach der Evakuierung der Esso-Häuser sucht das Bezirksamt nach Ersatzwohnungen für die Mieter. Fachleute prüfen die Gebäude erneut.

Die Statik der einsturzgefährdeten Esso-Häuser in Hamburg-St. Pauli ist erneut überprüft worden. Am Montag (16.12.) sollten Mitarbeiter der Landesprüfstelle Baustatik ihre Einschätzung zu den maroden mehrgeschossigen Gebäuden abgeben, wie Bezirksamtschef Andy Grote (SPD) sagte. "Es gab bislang keine sichtbaren Schäden, etwa Risse." Neuere Ergebnisse gab es nachmittags noch nicht. Nach Anordnung des Bezirksamtes sind die Häuser direkt an einer Esso-Tankstelle bei der Reeperbahn gesperrt. Sie waren in der Nacht zu Sonntag evakuiert worden. Bewohner hatten von wackelnden Wänden berichtet.

Abriss schon im 1. Quartal 2014

Knapp 100 Mieter, die bei Verwandten, Freunden oder in Hotels unterkamen, durften am Montag nochmals Haustiere, Medikamente und Wertsachen aus ihren Wohnungen holen. Die Notunterkunft in einer Turnhalle wurde nach Angaben des Hauseigentümers Bayerische Hausbau (München) aufgelöst. Unter Hochdruck werde nach Ersatzwohnungen gesucht, berichtete Grote. Er hofft, dass Mieter und Gewerbetreibende noch ihr gesamtes Inventar herausholen können. Ziel sei ein geregelter Auszug. Stünden die Häuser leer, könnte nach Grotes Einschätzung ein Abriss schon im 1. Quartal realistisch werden. Die Behörde stehe im engen Kontakt mit dem Grundeigentümer Bayerische Hausbau.

Lest auch: Einsturzgefahr: Vorzeitiges Ende der Esso-Häuser?

Die Esso-Häuser am Spielbudenplatz sind Sonntagnacht geräumt worden, nachdem Anwohner die Polizei wegen wackelnde ...

 

Geplant ist schon seit Längerem, dass die Häuser 2014 abgerissen werden. Die Bayerische Hausbau plant einen Neubau mit knapp 20.000 Quadratmeter Geschossfläche, fast viermal so viel wie bisher. Die Gewerbefläche soll sich auf 5000 Quadratmeter nahezu verdoppeln. Nach früheren Angaben erhalten die Mieter ein Rückzugsrecht. Für vergleichbar große Wohnungen sollte die aktuelle Bruttoquadratmetermiete garantiert werden. Eine Sanierung kam Unternehmensangaben zufolge wegen der weitaus höheren Kosten nicht infrage. "Auch wäre es aufgrund der bereits ausgereizten Statik unmöglich, den Brand-, Schall- und Wärmeschutz heutigen Standards anzupassen", hieß es im Sommer.

Demonstration geplant

Eine Initiative wirft Investoren und Politik vor, sie hätten den Gebäudekomplex "vorsätzlich" verfallen lassen, was von der Gegenseite bestritten wird. An dem Standort soll allerdings keine Tankstelle mehr betrieben werden. Die "Tanke" hat wegen ihrer Lage direkt an Hamburgs sündiger Meile Kultstatus erlangt. Kiez-Größen, Prominente, Theatergänger, feierlustige Jugendliche und die Nachbarschaft treffen sich hier - derzeit ist sie aber ebenfalls gesperrt. Den Charakter eines "Dorfplatzes auf St. Pauli will das Unternehmen, wie es beteuert, dort aber erhalten. Für Samstag (21. Dezember) haben Linksalternative in Hamburg zu einer Demonstration aufgerufen, bei der sie sich auch für den Fortbestand der Esso-Häuser sowie für das Kulturzentrum "Rote Flora" einsetzen wollen. Sie protestieren gegen ein Gewinnstreben von Gebäudeeigentümern und Luxussanierungen. Die Polizei erwartet mehr als 3.000 Teilnehmer. (dpa/apr)

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