Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Nach Tod von Yagmur

Mutter bleibt in Untersuchungshaft

Hamburg, 27.12.2013
Tod, Dreijährige, Yagmur, Billstedt, Trauer

Die Mutter von Yagmur bleibt in Untersuchungshaft. Das ordnete das Landgericht Hamburg an.

Noch gibt es keine Klarheit über den Tod der kleinen Yagmur. Eines steht allerdings fest: Beide Eltern bleiben zunächst in U-Haft.

Die Mutter des toten Mädchens Yagmur aus Hamburg-Billstedt bleibt vorerst in Untersuchungshaft. Das Landgericht ordnete am Freitag (27.12.) die weitere Vollstreckung des Haftbefehls wegen Fluchtgefahr an, wie Sprecherin Ruth Hütteroth erklärte.

Keine Haftentlassung für Yagmurs Mutter

Das dreijährige Kind war am Mittwoch vergangener Woche (18.12.) a n einem Leberriss innerlich verblutet. Der Vater steht unter dringendem Tatverdacht, Yagmur misshandelt zu haben, die Mutter soll nichts dagegen unternommen haben. Nach dem gewaltsamen Tod der Kleinen hatte ein Richter gegen beide Eltern Haftbefehle erlassen. Nach einem Haftprüfungstermin auf Antrag der Mutter hatte das Amtsgericht jedoch beschlossen, sie zunächst von der Untersuchungshaft zu verschonen - unter anderem, weil sie maßgeblich zur Aufklärung beigetragen habe. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft Beschwerde ein. Das Landgericht hob nun den sogenannten Verschonungsbeschluss des Amtsgerichts auf.

Beisetzung im engsten Familienkreis

Das Mädchen sollte nach Informationen der "Bild"-Zeitung am Freitag im engsten Familienkreis beigesetzt werden. Yagmur war seit ihrer Geburt von verschiedenen Jugendämtern betreut worden. Sie lebte lange bei einer Pflegemutter, die Eltern hatten aber Sorge- und Besuchsrecht. Im August durfte das Kind wieder zu seinen leiblichen Eltern ziehen - obwohl es den Verdacht gab, dass es bei einem Besuch Anfang 2013 zu einer schweren Kopfverletzung gekommen war. Yagmur soll auch in der Vergangenheit mehrfach Verletzungen erlitten haben, deren Ursache nicht genau geklärt werden konnte. Eine unabhängige Jugendhilfeinspektion soll die Arbeit der Jugendämter überprüfen.

Schnelle und lückenlose Aufklärung versprochen

Bei einer Sondersitzung des Familienausschusses der Bürgerschaft am Montag hatte Hamburgs Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) eine schnelle und lückenlose Aufklärung von Yagmurs Tod angekündigt. Der Senat könne auf der Grundlage der bislang vorliegenden Informationen noch keine Bewertung des tragischen Falls vornehmen, hatte Scheele erklärt. Der Zeitraum von wenigen Tagen sei zu kurz, um den Sachverhalt aufzuklären.

CDU kritisiert Informationspolitik der Behörden

Die CDU-Fraktion kritisierte die Informationspolitik der zuständigen Behörden - und kündigte an, selbstständig die Verwaltungsakten durchzuarbeiten. "Die Informationspolitik der Behörden hat den Eindruck noch einmal verstärkt, dass - wie schon im Fall Chantal - auch bei Yagmur folgenschwere Fehleinschätzungen der zuständigen Jugendbehörden getroffen wurden", erklärte der familienpolitische Sprecher Christoph de Vries. "Normale Maßstäbe fürsorglichen Handels sind dabei offenkundig verloren gegangen." "Dass derzeit nicht einmal gesagt werden kann, wer wann die Entscheidung zur Rückkehr des Mädchens zu den leiblichen Eltern getroffen hat, muss einen entsetzen", kritisierte de Vries. Die "selektive Informationspolitik" der Behördenleiter offenbare, "dass es ihnen derzeit weniger um Aufklärung geht, sondern vornehmlich darum, die Entscheidungen der beteiligten Jugendämter in einem guten Licht erscheinen zu lassen".

(dpa/mgä)