Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Tod der dreijährigen Yagmur

Senator verspricht lückenlose Aufklärung

Hamburg, 23.12.2013

Sozialsenator Detlef Scheele, Bezirksamtleiter Torsten Sevecke (Eimsbüttel) und Bezirksamtsleiter Andy Grote (Bezirk Hamburg-Mitte) bei der Sondersitzung des Familien-, Kinder- und Jugendausschusses der Bürgerschaft (23.12.).

Der Hamburger Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) hat eine schnelle und lückenlose Aufklärung des Todes der dreijährigen Yagmur angekündigt.

Der Senat könne auf der Grundlage der bislang vorliegenden Informationen noch keine Bewertung des tragischen Falls vornehmen, erklärte Scheele am Freitag (23.12.) bei einer Sondersitzung des Familien-, Kinder- und Jugendausschusses der Bürgerschaft. Der Zeitraum von wenigen Tagen sei zu kurz, um den Sachverhalt aufzuklären. Zudem könne in öffentlicher Sitzung mit Rücksicht auf den Sozialdatenschutz nicht auf Details eingegangen werden. Yagmur war seit ihrer Geburt von mehreren Jugendämtern betreut worden.

Kommt Yagmurs Mutter auf freien Fuß?

Das Hamburger Landgericht entscheidet erst nach den Weihnachtsfeiertagen, ob die Mutter des toten Mädchens Yagmur unter Auflagen wieder auf freien Fuß kommt. Die Entscheidung werde am 27. Dezember erwartet, sagte Gerichtssprecher Alexander Witt am Montag. Die Dreijährige aus Hamburg-Billstedt war am Mittwoch (18.12.) an einem Leberriss innerlich verblutet. Der Vater steht unter dringendem Tatverdacht, sie misshandelt zu haben, die Mutter soll nichts dagegen unternommen haben. Nach dem gewaltsamen Tod des Kindes hatte ein Richter gegen beide Eltern Haftbefehle erlassen. Nach einem Haftprüfungstermin auf Antrag der Mutter beschloss das Amtsgericht jedoch, sie zunächst von der Untersuchungshaft zu verschonen - unter anderem, weil sie maßgeblich zur Aufklärung beigetragen habe. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft Beschwerde ein. Die Entscheidung liegt nun bei drei Richtern am Landgericht.

Ermittlungsakte wegen älterer Verletzungen lag Bezirksamt Mitte vor

Yagmur war seit ihrer Geburt von verschiedenen Jugendämtern betreut worden. Sie lebte lange bei einer Pflegemutter, die Eltern hatten aber Sorge- und Besuchsrecht. Im August dieses Jahres durfte das Mädchen wieder zu seinen leiblichen Eltern ziehen - obwohl es den Verdacht gab, dass es bei einem Besuch Anfang 2013 zu einer schweren Kopfverletzung gekommen war. Das Kind soll auch in der Vergangenheit immer wieder Verletzungen erlitten haben, deren Ursache nicht genau geklärt werden konnte. Anfang 2013 musste Yagmur nach einer schweren Schädelverletzung operiert werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelte damals, konnte die genauen Umstände aber nicht genau klären. Im November wurden die Ermittlungen eingestellt. Ein Sprecher der Justizbehörde gab auf der Sondersitzung bekannt, dass die betreffende Akte der Staatsanwaltschaft sowohl dem Bezirksamt Mitte als auch dem Bezirksamt Eimsbüttel vorlag. Eine unabhängige Jugendhilfeinspektion soll nun die Arbeit der Jugendämter überprüfen.

Nach Chantals Tod: Unabhängige Jugenhilfeinspektion eingerichtet

Erst im Oktober 2012 hatte der Sonderausschuss Chantal seine Arbeit beendet. Das elfjährige Mädchen lebte in Hamburg-Wilhelmsburg bei drogensüchtigen Pflegeeltern und war vor knapp zwei Jahren an einer Überdosis Methadon gestorben. Dem Jugendamt des Bezirks Mitte wurden damals zahlreiche Fehler vorgeworfen. Die Sozialbehörde versuchte, die Abläufe und Übergaben in allen Hamburger Jugendämtern zu verbessern. Zudem wurde die Jugendhilfeinspektion gegründet. Das Bezirksamt Mitte und das dortige Jugendamt bekamen eine neue Leitung.

Lest auch: Methadontod von Chantal: Pflegemutter von Chantal muss doch vor Gericht

Die Pflegemutter der durch eine Methadonvergiftung getöteten elfjährigen Chantal muss sich nun doch vor Gericht v ...

(dpa/mgä)