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Radio Hamburg

Weniger Gewaldelikte, mehr Wohnungseinbrüche

Kriminalstatistik zeigt leichten Rückgang

Hamburg, 27.02.2013
Kriminalstatistik 2012

Insgesamt hat die Polizei rund 228.000 Straftaten registriert - also nur unwesentlich weniger als im Vorjahr.

Bei der Hamburger Polizei sind im vergangenen Jahr weniger Straftaten angezeigt worden.

Mehr Wohnungseinbrüche, aber weniger Jugendkriminalität und Gewalttaten: Die erfasste Kriminalität in Hamburg ist im vergangenen Jahr marginal zurückgegangen. Nach einem leichten Anstieg im Jahr 2011 nahm die Zahl der registrierten Straftaten nun um 0,6 Prozent auf 227.570 Fälle ab, wie Innensenator Michael Neumann (SPD) am Mittwoch berichtete. Für die Bürger gebe es damit ein "nahezu gleichbleibendes Sicherheitsgefühl in Hamburg". 2003 waren in der Hansestadt noch 271.393 Fälle angezeigt worden.

Delikte nach Bezirken und Stadtteilen: Hier finden Sie den  Stadtteilatlas 2012

Aufklärungsquote liegt bei 43,1 Prozent

Die Aufklärungsquote allerdings sank 2012 erneut und liegt nun bei 43,1 Prozent (2011: 44,3). Das sei "sicherlich nicht zufriedenstellend", betonte der Senator. Auch Polizeipräsident Wolfgang Kopitzsch sagte: "Das ist ein Thema, bei dem in der Tat noch einiges zu tun ist." 

Mehr Wohnungseinbrüche in Hamburg

Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat 2012 besonders stark zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Anstieg von 9,4 Prozent auf 7.094 Taten registriert. Das liege auf dem Niveau der norddeutschen Bundesländer und auch der Großstädte, sagte Kopitzsch. Viele Einbrecher scheiterten jedoch: "Der Versuchsanteil hat mit 40 Prozent die höchste Quote seit 1971 erreicht." Neumann erklärte: "Hier müssen wir ansetzen - deshalb haben wir im Herbst 2012 eine neue Präventionskampagne zum Einbruchsschutz gestartet." Seit 1993 haben sich die Fallzahlen den Angaben zufolge aber halbiert.

Positiver Trend bei der Jugendkriminalität

Bei der Jugendkriminalität setze sich der "generelle Trend des Rückgangs" fort, hieß es. Die Zahl der Verdächtigen unter 21 Jahre sank um 6,4 Prozent auf 13.989. Bei der Jugendgewaltkriminalität war der Rückgang mit 13,5 Prozent noch deutlicher. Jugendgewalt sei weiterhin größtenteils ein männliches Problem, sagte Kopitzsch. Der Polizeipräsident betonte aber, dass 95,7 Prozent der unter 21-Jährigen bei der Polizei noch nie aufgefallen seien.

Auch die Gewaltkriminalität ging leicht zurück. «Diese positive Entwicklung ist vor allem auf die Abnahme der gefährlichen und schweren Körperverletzungen zurückzuführen", erklärte der Chef des Landeskriminalamts, Thomas Menzel. Die Raubdelikte nahmen dagegen um 152 auf 2.877 Fälle zu.

Übrigens: Zum ersten Mal gab es 2012 in Hamburg keinen einzigen Banküberfall.

Mehr Tötungsdelikte in 2012

Die Zahl der Tötungsdelikte stieg um 14 auf 75 - in 62 Fällen blieb es aber beim Versuch. Die Aufklärungsquote bei den vorsätzlichen Tötungsdelikten lag bei 90,7 Prozent. Auch bei den Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen nahm die Zahl um 25 auf 169 zu. "Die Anzahl der Fälle ist in diesem Deliktfeld stark abhängig von der Anzeigebereitschaft", betonte Menzel.

Weniger brennende Autos

Die aufsehenerregenden Autozündler standen 2012 weniger im Blickpunkt. Nach dem stark belasteten Vorjahr mit 293 Brandstiftungen an Fahrzeugen habe es einen spürbaren Rückgang der Fallzahlen um gut 45 Prozent auf 161 Taten gegeben, erklärte Kopitzsch. Die Zahl der Rauschgiftdelikte stieg nach einem langjährigen Rückgang erstmals wieder um 2,1 Prozent. Die Polizei sprach aber von einer "allgemein unauffälligen Lage". 2012 gab es 49 Drogentote - das ist die niedrigste Zahl seit mehr als 20 Jahren.

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