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Radio Hamburg

Brennpunkt Altona

Polizei bemüht sich um Schlichtung

Hamburg , 14.07.2013
Altona, Randale, Polizeiaufgebot

In der Nacht zum Sonntag (14.7.) kam die Polizei mit einem großen Aufgebot nach Altona.

Zwei Abende in Folge liefern sich verschiedene Gruppen Auseinandersetzungen mit der Polizei, die sich um Schlichtung bemüht.

Vermutlich auf zwei verschiedene Gruppen gehen die teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei am Wochenende in Altona zurück. Bis zu 150 Menschen hätten sich in der Nacht zum Samstag (13.7.) gegen die Beamten solidarisiert und Widerstand geleistet, teilte die Polizei am Sonntag (14.7.) mit. Die einen blenden mit Laserpointern, die anderen werfen Steine und zünden Autos an. Sonntagnacht haben sich die Gemüter aber beruhigt.

"Krawallorientierte Jugendliche" sind auf Konflikt vom Vortag "aufgesprungen"

Die Ermittler zählten die Randalierer zu einem "Klientel krawallorientierter Jugendlicher", die auf den Zug eines aktuellen Konflikts der Polizei mit jugendlichen Anwohnern vom Vortag aufgesprungen seien, sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben der Polizei deutete zunächst alles daraufhin, dass die Ereignisse von Samstagnacht in direkter Verbindung zu dem Konflikt einer Gruppe von etwa 30 jugendlichen Migranten in der Nacht zum Freitag standen. Hierbei wurden insgesamt 16 Menschen im Alter von 17 bis 26 Jahren vorläufig festgenommen. Einer von ihnen erlitt Augenreizungen nach dem Einsatz von Pfefferspray der Polizei, ein weiterer wurde mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus gebracht.

Konflikt am Samstagabend wurde provoziert

Während die Beamten auf Verstärkung warteten, versammelten sich rund 150 Anwohner, ergriffen Partei für die Jugendlichen und riefen polizeifeindliche Parolen. An beiden Tagen soll die Menge laut Polizei Autofahrer mit Laserpointern geblendet sowie Beamte bedroht und angegriffen haben. Am Samstagabend soll die Polizei dann durch das Zünden von Feuerwerkskörpern in einem Hinterhof zu einem weiteren Einsatz provoziert worden sein. "Man wollte es drauf ankommen lassen", sagte der Polizeisprecher. Die Beamten hatten aufgestockt: Mehr als hundert Polizisten waren vor Ort.

21-jähriger Steinewerfer festgenommen

Zudem standen ganz in der Nähe zeitweise drei Autos in Flammen, die nach ersten Erkenntnissen aus den Reihen der Randalierer angezündet worden waren. Ein Wagen brannte vollständig aus, ein weiterer wurde durch die Flammen beschädigt, teilte die Polizei mit. Wenig später brannten auch die Reifen eines Autos, das einige Straßen weiter geparkt war. Als die Ermittler dort eintrafen, seien sie von etwa 40 jungen Menschen mit Steinen beworfen worden, hieß es. Verletzt wurde niemand. Ein 21-jähriger Mann, der Steine auf Beamte warf, wurde festgenommen und wurde inzwischen dem Haftrichter vorgeführt.

Erhöhte Polizeipräsenz in der Nacht zum Sonntag

Mit erhöhter Präsenz habe sich die Polizei deshalb auf weitere Gewalt in der Nacht zum Sonntag vorbereitet - doch die sei "deutlich ruhiger gewesen", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Bis auf zwei leicht beschädigte Streifenwagen sei es zu keinen größeren Vorkommnissen zwischen Beamten und den rund 80 versammelten Menschen gekommen - wenngleich auch Böller und Feuerwerkskörper gezündet und diese auf Polizisten geworfen worden seien, sagte der Sprecher.

Polizei bemüht sich um Gespräche mit Jugendlichen

Die Polizei sei um eine Schlichtung des am Freitag eskalierten Streits mit den jugendlichen Anwohnern des Viertels bemüht. Der Revierleiter habe am Wochenende ein Gespräch mit deren Eltern geführt. "Wir versuchen einen Konsens zu finden und haben Ruhe im Viertel hergestellt", sagte der Polizeisprecher. Sicher sei aber: "Wir werden keine Straftaten dulden". Weitere Gespräche sollen in der kommenden Woche stattfinden.

 

(dpa/mgä)