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Radio Hamburg

Nach Vandalismus

Bahnhofsaufzug Rahlstedt steht seit Monaten still

Hamburg, 16.07.2013
RHH - Expired Image

Seit dem 14. April müssen die Rahlstedter ohne Aufzug am Bahnhof auskommen. (Symbolbild)

Seit April müssen die Rahlstedter ohne Aufzug am Bahnhof auskommen. Besonders für Ältere und Menschen mit Behinderung ist die Mobilität stark eingeschränkt.

Der Rahlstedter Bahnhof ist für die Einwohner des bevölkerungsreichsten Hamburger Stadtteils die zentrale Anbindungsstelle, doch seit nunmehr drei Monaten kann von Barrierefreiheit nicht mehr die Rede sein. „Ein Armutszeugnis“, findet der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Wahlkreis, Ole Thorben Buschhüter, der auf seiner Homepage berichtet.

Warum funktioniert der Aufzug nicht?

Im April wurden die Schachttürflügel des Aufzugs durch Vandalismus zerstört. Eine entsprechende Reparatur sei laut der Bahn bereits Ende April veranlasst worden, so dass der Aufzug seit Juni wieder funktionstüchtig sein sollte – die Arbeiten verzögern sich jetzt jedoch wegen Lieferschwierigkeiten, weil es sich bei Fahrstuhltüren nicht um Lagerware handle. Als neuer Fertigstellungstermin wird der 5. August genannt. Bis dahin werden beinahe vier Monate ins Land gegangen sein, in denen die Rahlstedter keinen barrierefreien Bahnhof mehr nutzen konnten und sich auch ohne körperliche Behinderungen mit dem alltäglichen Stress des Gepäck- oder Kinderwagenschleppens über die zu Stoßzeiten viel zu enge Treppe abzufinden hatten.

Ramsauer hatte neuen Aufzug versprochen

Seit Jahren ist der Rahlstedter Bahnhofsaufzug für wiederkehrende technische Probleme bekannt, die immer wieder zu Ausfällen geführt haben. Passend dazu hatte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bereits 2012, lange vor der mutwilligen Zerstörung der Aufzugtüren, angekündigt, im Rahmen des Infrastrukturbeschleunigungsprogramms einen komplett neuen Aufzug bereitzustellen. So lag es für viele Rahlstedter nahe, dass die Zerstörung des Aufzugs nun zum finalen Anlass für den bewilligten Anlagentausch genutzt werde und der Umbau deshalb selbstverständlich länger dauere, als wenn nur die Türen getauscht werden müssten. Nun aber kommt heraus: Für die Aufzugsanlage besteht keine vollständige Förderfähigkeit des Bundes und einen neuen Aufzug wird es nicht geben.

Selbst wenn also der Vandalismusschaden tatsächlich bis August beseitigt wird, bleiben die grundlegenden Probleme des Aufzugs bestehen und weitere Pannen sind vorprogrammiert. So bleibt für die mehr als 85.000 Rahlstedter nur zu hoffen, dass zukünftige Reparaturen die Barriere- und Stressfreiheit nicht so lange in Beschlag nehmen, wie es jetzt der Fall ist.

(bbü)

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