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Radio Hamburg

Reeperbahn

Table-Dance-Bars droht jetzt die Schließung

Hamburg, 19.07.2013
Reeperbahn, Davidwache

Auf der Reeperbahn häufen sich die Fälle von Touristen-Abzocke, die dann oft hier in der Davidwache angezeigt werden.

Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hat gegen den Betreiber zweier Table-Dance-Bars auf St. Pauli ein gewerberechtliches Verfahren eingeleitet.

Hamburger Table-Dance-Bar-Betreiber geraten jetzt selbst unter Druck. Das Bezirksamt Mitte will zwei Betriebe an der Reeperbahn schließen. Der Vorwurf lautet: unseriöse und strafbare Geschäftspraktiken. Gäste sollen immer wieder betrogen, eingeschüchtert, geschlagen und beraubt worden sein. Zuletzt haben immer mehr Besucher der Table-Dance Bars-Anzeigen erstattet.

Sie sollen gezwungen worden sein, überhöhte Rechnungen für Getränke zu zahlen, die sie teilweise so nicht einmal bestellt haben. Die Behörde hat jetzt ein gewerberechtliches Verfahren eingeleitet - zwei Wochen haben die Betreiber jetzt noch Zeit, um zu den Vorwürfe Stellung zu nehmen. Dann werden die beiden Läden geschlossen. Bis die Frist abgelaufen ist, nennt das Amt die Namen der Läden nicht.

Das Bezirksamt reagiert damit auf eine Vielzahl von Vorfällen, in denen den Betrieben unseriöse und strafbare Geschäftspraktiken vorgeworfen wurden und geht daher von einer systematisch angelegten Geschäftspraxis aus, die darauf abzielt, den Gast durch überhöhte und verschleierte Getränkepreise, undurchsichtige Bestellvorgänge und rüde Inkassomethoden zu übervorteilen und zu schädigen.

Schaumwein für 500 Euro

Vor Kurzem machte ein australisches Touristen-Paar schlechte Erfahrungen, als es bei einem Reeperbahn-Bummel von einem Angestellte einer Table-Dance-Bar angesprochen wurde. Dieser versprach, dass ein Bier nur sechs Euro koste. Aus Neugier traten die beiden ein und der 27-jährige Australier bestellte ein Bier. Die junge Frau (31) wurde gefragt, ob sie ein Glas Sekt bestellen wolle. Sie bestellt ein Glas, als wenig später unaufgefordert eine Flasche Schaumwein gebracht wurde. Dazu wurde den beiden eine Rechnung in Höhe von 500 Euro präsentiert.

Die Touristen verweigerten die Zahlung und es kam zum Streit. Der 27-Jährige wurde schließlich von einem Angestellten aus dem Lokal gedrängt und erhielt einen Schlag gegen den Kopf. Seine Frau wollte das Lokal ebenfalls verlassen, wurde daran aber gehindert. Sie wurde mehrfach bedrängt zu zahlen. Als sie das nicht tat, entriss der mutmaßliche Abzocker ihr die Handtasche und raubte 100 Euro. Der Ehemann gelangte wieder in die Bar und übergab weitere 50 Euro. Erst dann durften die Opfer das Geschäft verlassen. Die beiden Touristen erstatteten daraufhin Anzeige in der Davidwache.

(rh/apr)

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