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Radio Hamburg

Urteil nach Vergewaltigung

6 Jahre Haft und Sicherungsverwahrung

Hamburg, 24.07.2013
Gefängnis

Das Hamburger Landgericht hat den Mann am Dienstag zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.

Sechs Jahre und zehn Monate Haft gibt es für den Mann, der eine 65-Jährige auf dem Friedhof Ottensen vergewaltigt hat.

Im Prozess um den sexuellen Missbrauch einer Seniorin auf einem Friedhof in Hamburg-Ottensen hat das Landgericht am Dienstag einen 35-Jährigen zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Der Täter hatte gestanden, in der Nacht zum 22. Januar eine 65-jährige Frau überfallen, geschlagen, sexuell missbraucht und beraubt zu haben. Der Fall sei bedrückend, weil es eine Tat mit Ansage gewesen sei, sagte die Vorsitzende Richterin bei der Urteilsbegründung. Der Verurteilte war erst kurz vor dem Überfall auf die Seniorin aus dem Gefängnis entlassen worden. Anstaltspsychologen hatten zuvor auf eine hohe Rückfallgefahr hingewiesen.

Sicherungsverwahrung nötig

Das Gericht blieb mit dem Urteil nur knapp unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft, die am vorherigen Verhandlungstag auf sieben Jahre Haft plädiert hatte. Der Verteidiger des 35-Jährigen versuchte am Dienstag, die Sicherungsverwahrung für seinen einschlägig vorbestraften Mandanten abzuwenden. Die Kammer folgte dieser Argumentation nicht. Es sei hochwahrscheinlich, dass der 35-Jährige nach der Haft erneut Frauen vergewaltige, sagte die Vorsitzende Richterin. "Die 65-Jährige ist rein zufällig sein Opfer geworden, es hätte auch jede andere Frau treffen können." Der Täter habe sein zierliches Opfer mit völlig unnötiger Härte ins Gesicht geschlagen. Die Seniorin wurde bei dem Überfall so schwer verletzt, dass sie operiert werden musste. Sie war nach einem Theaterbesuch zum Grab ihres Mannes gegangen, wohin sie der 35-Jährige verfolgt hatte.

Der Anwalt der Nebenklage, der das Opfer vertritt, wies in seinem Plädoyer darauf hin, dass der Angeklagte in seiner langen Haft keine Therapieangebote wahrgenommen habe. Der Nebenklagevertreter kritisierte zudem scharf, dass es nach der zwölfjährigen Haft für den Angeklagten keine Eingliederungsmaßnahmen gegeben habe. "Die Kosten dafür wären viel geringer gewesen, als sie es nun für Gerichtsverfahren, erneute Haft und Sicherungsverwahrung sein werden", sagte er. "Unsere Gesellschaft muss zu mehr imstande sein, als Gefangene einfach nur zu verwahren."

(dpa/lhö)