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Radio Hamburg

Internationale Bauausstellung startet

IBA Hamburg: Daten, Fakten, Fotos

Hamburg, 21.03.2013
Springer über die Elbe IBA

Die Internationale Bauausstellung wagt den "Sprung über die Elbe" vom 23.03. bis 03.11. in Hamburg.

Ab dem 23.03. bis zum 3.11. präsentiert sich die Internationale Bauausstellung IBA in Hamburg.

Modernster Städtebau an einem sozialen Brennpunkt: Am Wochenende öffnet die Internationale Bauausstellung IBA in Hamburg ihre Türen. Die Schau soll den Stadtteilen auf den Elbinseln neue Perspektiven eröffnen und Stadtentwickler weltweit inspirieren.

Die schönsten Fotos der Internationalen Bauausstellung IBA

Die Elbinseln zeigen sich ab kommenden Wochenende von einer ganz neuen Seite. Ein Haus mit innovativer Algenfassade, eine frühere Giftmülldeponie als Energiequelle und ein Bunker als Öko-Kraftwerk: Mit rund 60 Projekten will die Internationale Bauausstellung IBA in Hamburg von diesem Samstag an ihre Zukunftsideen vorstellen. Dabei geht es bis zum 3. November um moderne Häuser, Klima, Bildung und das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen. Die Projekte, in die bisher eine Milliarde Euro öffentlicher und privater Mittel investiert wurde, sind auf 35 Quadratkilometer verteilt über die Stadtviertel auf den Elbinseln.

Internationale Bauausstellung

Fakten zur IBA

  • Die Elbinseln Veddel und Wilhelmsburg, auf denen die IBA stattfindet, beherbergt 55.000 Menschen aus über 100 Nationen.

  • 40 private Investoren haben das IBA-Projekt mit insgesamt 700 Millionen Euro unterstützt.

  • 90,2 Millionen Euro wurden von der Stadt Hamburg beigesteuert.

  • Das Gelände der IBA ist 35 Hektar groß - also rund 35 Fußballfelder.

  • Im Gebiet der IBA entstehen bis 2020 5.000 neue Wohnungen.

  • Von 60 Projekten sind bereits 46 fertiggestellt. Der Rest wird bis zum Sommer 2013 fertig gebaut.

  • Rund 800 Führungen sind im ersten IBA-Jahr geplant und 1.127 Busfahrten.

  • Am IBA-Projekt ( Konzipierung) haben 27 Mitarbeiter mitgewirkt.

  • Es gibt extra eine IBA-App, mit der Sie nie den Überblick verlieren.

  • Holen Sie sich über den IBA Twitter-Account immer die aktuellsten Infos rund um die Bauausstellung.

Elbinsel-Image soll aufpoliert werden

In den sozialschwachen Stadtteilen Wilhelmsburg und Veddel leben vor allem arme Menschen und Migranten. Die IBA soll das Image des Hamburger Südens aufpolieren. "Es werden Hunderttausende Besucherinnen und Besucher kommen und sich ein Bild von diesem Teil Hamburgs machen. Viele werden ihr bestehendes Bild nach ihrem Besuch sicher korrigieren", sagt Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD).

Leichte Bauverzögerungen

Die Arbeiten auf den noch schneebedeckten Baustellen laufen immer noch unter Hochdruck. Die "Bauausstellung in der Bauausstellung" in der neuen Wilhelmsburger Mitte zeigt 17 sehr unterschiedliche Häuser, bei denen Ideen zum nachhaltigen Bauen verwirklicht wurden. Der Baulärm ist unüberhörbar, vor vielen Gebäuden stehen noch Gerüste, und Arbeiter werkeln weiter an den Außenfassaden. Die Kälte und die schwierige Baulogistik haben für Verzögerungen gesorgt. "Wir wollten weiter sein", räumt IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg ein. Doch er ist zuversichtlich, dass bis Samstag alles zumindest so weit sein wird, dass die Besucher die Gebäude erkunden können.

Das passiert am IBA-Eröffnungstag (23.03.)

Am Eröffnungsabend sollen mehrere Neubauten zu Spielstätten für das "Kommando Himmelfahrt" werden. Es inszeniert eine künstlerische Vision des Romans "Utopia" von Thomas Morus aus dem Jahr 1517. Auerdem wird es eine Lichtshow "Crossing the Elbe" des  der britische Künstlers Anthony McCall geben. Am Sonntag sind dann fast alle IBA-Projekte geöffnet und die Besucher können sich per Bus, Barkasse oder Schiff auf eine Rundreise begeben. Während der Bauausstellung sind insgesamt 800 Führungen geplant. Anziehungspunkte werden unter anderem der Energieberg Georgswerder sein, der einst eine Giftmülldeponie war, und der Energiebunker, der vom Flakbunker aus dem Zweiten Weltkrieg in ein Zentrum für erneuerbare Energien verwandelt wurde - mit Solaranlage, Wärmespeicher und Holzhackschnitzel-Blockheizkraftwerk. Auf dem Dach erwartet ein Café die Besucher, und man hat einen herrlichen Blick über Hamburg und viele IBA-Projekte.

Das sind die Highlights der IBA

Auf großes Interesse stößt auch das knallgrüne "BIQ-Haus". Es ist nach Angaben der IBA das erste Gebäude weltweit mit einer Bioreaktorfassade und nutzt Algen zur Energieerzeugung. «Wir sind ganz sicher, dass wir eine große Resonanz haben werden", sagt Hellweg. Fachpublikum aus aller Welt wird erwartet. Wie viele Besucher kommen werden, ist allerdings schwer zu schätzen. Denn anders als es der Begriff Bauausstellung vermuten lässt, handelt es sich nicht um ein umzäuntes Gelände, für das die Besucher ein Ticket lösen müssen. Die IBA hat sich eine schwierige Aufgabe vorgenommen: Sie will die Lebensqualität in den Stadtteilen erhöhen und bildungsstarke Familien anlocken, gleichzeitig sollen die derzeitigen Bewohner nicht verdrängt werden. Kritiker glauben nicht, dass das gelingen kann und haben für Samstag eine Demonstration mit 500 Teilnehmern angekündigt. Bürgermeister Scholz aber ist überzeugt: "Aufwertung ohne Verdrängung ist gelungen."

Die IBA 2013 ist die erste Bauausstellung in der Geschichte Hamburgs und bundesweit die achte seit der ersten IBA 1901 in Darmstadt. Sie läuft parallel zur benachbarten Internationalen Gartenschau (26. April bis 13. Oktober) - das gab es noch nie. 

(aba/dpa)