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Radio Hamburg

Groß- und Außenhandel

Erste Warnstreiks in Hamburg

Hamburg , 23.05.2013
Streik, Verdi

In Hamburg finden erste Warnstreiks des Groß- und Außenhandels statt.

Im Tarifstreit hat die Gewerkschaft Ver.di mehrere hundert Beschäftigte im Groß- und Außenhandel zu Warnstreiks aufgerufen.

Die Gewerkschaft Verdi erhöht den Druck in der Tarifauseinandersetzung im Hamburger Groß- und Außenhandel. Für Donnerstag (23.5.) seien 17 Unternehmen mit mehreren hundert Beschäftigten zu Arbeitskampfaktionen bis hin zu ganztägigen Streiks aufgerufen, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch (22.5.) in Hamburg mit.

Streik hat Auswirkungen auf Gastronomie und Apotheken

Darunter sind Unternehmen wie Libri, Fegro, die Metro C+C-Märkte sowie die in Hamburg ansässigen Pharmagroßhändler. Die Großmärkte der Metro in Niendorf, Harburg und Rahlstedt streiken. Heike Lattekamp von Ver.di sagte dazu:" Gerade im Bereich "Cash und Carry" werden die Gastronomen, Tankstellen und Kioske die Auswirkungen des Arbeitsstreiks zu spüren bekommen. Auch die Apothekenkunden werden das merken, weil der Großhandel die Apotheken mit Pharmazeutika beliefert".

Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn

Verdi reagiere damit auf das unzureichende Angebot der Arbeitgeber in der vergangenen Woche. Die Gewerkschaft fordert für die 50 000 Beschäftigten der Branche 6,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 160 Euro. Die Arbeitgeber haben 2,0 Prozent im ersten und 1,7 Prozent im zweiten Jahr angeboten, dazu eine Einmalzahlung. Die Verhandlungen werden am 5. Juni fortgesetzt.

 

(dpa/iw/mgä)