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Radio Hamburg

Baustopp A20

Die Reaktionen der Bauherren und Naturschutzverbände

Kiel, 06.11.2013
A20, Wittenborn, Weede, Screenshot Maps

Der Weiterbau der A 20 ist vorerst gestoppt.

Der Bau der A20 ist erst mal gestoppt. Wie und ob es weitergeht ist noch unklar. Jetzt äußern sich die Politik und Nabu zu der Entscheidung.

Die Autobahn A20 darf bei Bad Segeberg bis auf weiteres nicht weitergebaut werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig erklärte den Planfeststellungsbeschluss des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr für den Abschnitt von Weede bis Wittenborn am Mittwoch (6.11.) für rechtswidrig und nicht vollziehbar.

Nabu freut sich über Baustopp

BUND und Nabu regierten auf den Stopp der Bauarbeiten hocherfreut. "Wir sind glücklich darüber, dass man unserem Kritikpunkt bezüglich der Flugrouten der Fledermäuse gefolgt ist", sagte Ingo Ludwichowski vom Nabu. Er sieht das Problem für den Weiterbau nicht bei den Tieren, sondern wirft den Bauherren grobe Planungsfehler vor. Von Seite des Ministeriums hält man unterdessen am Weiterbau der A20 fest.

Grünen: Bauvorhaben wird fortgesetzt

Die Grünen, die anders als ihre Koalitionspartner SPD und SSW die A20 ablehnen, reagierten kritisch in Richtung Verkehrsministerium. "Noch nie scheiterte ein Verkehrsinfrastrukturprojekt an Natur- und Artenschutz", sagte die Umweltpolitikerin Marlies Fritzen. "Das Problem sind nicht Fledermäuse und Kröten, das Problem sind Planer, die Recht und Gesetz missachten." Aus Sicht des grünen Verkehrspolitikers Andreas Tietze zeigt das Urteil auch, dass die künftigen Verkehrsprobleme im Land nicht durch "rücksichtsloses Vorantreiben von Prestigeprojekten" gelöst werden können.

Albtraum aus Unternehmersicht

Der Präsident der Unternehmerverbände, Uli Wachholtz sprach von einem Albtraum: "Wenn dies so weiter geht, können wir in absehbarer Zeit hinter dem Elbtunnel abschließen." Das Urteil werfe den Wirtschaftsstandort weiter zurück. CDU-Landeschef Reimer Böge forderte mehr Planungspersonal. Umweltverträglichkeitsprüfung und Verbandsklagerecht sollten auf den Prüfstand. Das Urteil habe unabsehbare Folgen für die Mobilität der Menschen, aber auch für Wirtschaft und Tourismus.

CDU räumt Planungsfehler ein

Naturschutzverbände verlangten, den Weiterbau der Autobahn aufzugeben, da sich für die Folgeabschnitte bis zur Elbe ähnliche Konflikte abzeichnen würden. Die A20 werde unter Berücksichtigung des Naturschutzes weitergebaut, sagte der SPD-Verkehrspolitiker Kai Vogel. Schuld an der Klatsche vor Gericht seien frühere CDU-Minister. "Verkehrsminister Meyer wird jetzt richten müssen, was die Schnellplaner der CDU vergeigt haben."

(dpa/fbu)

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