Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Lampedusa-Flüchtlinge

Umzug in Wohncontainer in St. Pauli

Hamburg, 14.11.2013
Container für Lampedusa Flüchtlinge

Die rund 70 afrikanischen Flüchtlinge aus Italien können in Kürze von der St.Pauli-Kirche in winterfeste Wohncontainer umziehen.

Die in der Hamburger St.-Pauli-Kirche gestrandeten knapp 70 "Lampedusa-Flüchtlinge" ziehen in Wohncontainer um.

Seit Juni leben "Lampedusa»-Flüchtlinge" in einer Hamburger Kirche. Vor dem Winter brauchen sie dringend eine wärmere Unterkunft. Seit Donnerstag stehen Wohncontainer auf dem Pfarrhof. Acht Boxen für jeweils bis zu drei Bewohner wurden am Donnerstag auf dem Kirchengelände aufgestellt. Sie sind karg mit Tisch, Stühlen, Betten und Spind ausgestattet. Diese Unterkünfte sind bis Ende Mai 2014 vorgesehen, wie der Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, Sieghard Wilm, berichtete. Mit zusätzlich beantragten Containern für die Christianskirche (Ottensen) werde es genügend Schlafstellen geben.

Flüchtlinge sollen sich registrieren lassen

Eine Auflage für die Einziehenden ist, dass sie sich bei den Behörden registrieren ließen. Das werde die Kirche aber nicht kontrollieren, sagte Pastor Martin Paulekun, ebenfalls von der St.-Pauli-Kirche. "Wir helfen ohne Ansehen der Person." Er rechne
jedoch nicht mit Polizeikontrollen. Solche hatten vor Wochen in Hamburg für heftige Kritik gesorgt und Demonstrationen gegen die Flüchtlingspolitik mit ausgelöst.

Finanzierung wird noch verhandelt

Über die Finanzierung der Unterbringung auf dem Kirchengelände in Altona in Höhe von rund 70.000 Euro werde derzeit noch verhandelt, berichtete Wilm. Betreuung und Verpflegung der Flüchtlinge sei ehrenamtlich geschehen und allein aus Spenden finanziert worden. Wilm wünschte sich, dass sich die Altonaer Kultur der Gastfreundschaft und Herzlichkeit auch auf andere Stadtteile übertrage. Die Flüchtlinge stammen vornehmlich aus Westafrika und waren 2011 als libysche Kriegsflüchtlinge über die Insel Lampedusa zunächst nach Italien und im Frühjahr nach Hamburg gekommen. 35 Männer haben einen Antrag auf humanitäres Bleiberecht gestellt und eine Duldung erhalten, berichtete Pastor Wilm. Fünf seien am Donnerstag hinzugekommen. Die Geistlichen rechnen damit, dass sich dem Verfahren noch weitere Flüchtlinge anschließen werden.

Lest auch: Lampedusa-Aktivisten: Demonstranten stürmen SPD-Zentrale in Hamburg

Protest für ein Bleiberecht für die afrikanischen Flüchtlinge aus Italien: Rund 70 Menschen blockierten Donnersta ...

300 Flüchtlinge in Hamburg

Nach Angaben der Hamburger Innenbehörde sind ihr mittlerweile knapp 70 "Lampedusa-Flüchtlinge" namentlich bekannt. In 54 Fällen wurde ein humanitäres Bleiberecht beantragt. Angeblich sollen 300 dieser Flüchtlinge in der Hansestadt sein. Diese Zahl hält die Behörde aber für nicht nachvollziehbar. Mit einem zentralen ökumenischen Gottesdienst in der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi soll am Sonntagabend der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer und der Toten gedacht werden. Die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, und der katholische Pfarrer Karl Schultz (St. Joseph/Altona) sind daran beteiligt.

(dpa/lhö)

comments powered by Disqus