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Radio Hamburg

Nach Rote Flora-Konzert

Strafanzeige gegen Hiphop-Trio Fettes Brot

Hamburg, 07.11.2013
Fettes Brot, 2013, Pressebild, 3 is ne Party

Der Besitzer der Roten Flora stellte Strafanzeige gegen die Mitglieder von Fettes Brot.

Der Eigentümer der Roten Flora, Klausmartin Kretschmer, hat gegen die Bandmitglieder von Fettes Brot Anzeige wegen "Schweren Hausfriedensbruchs" gestellt.

Die Hamburger Hiphop-Band Fettes Brot hat die Veröffentlichung ihres neuen Albums "3 is ne Party" mit einem Partymarathon in der schönsten Stadt der Welt gefeiert. Los ging es am Freitag (1.11.) und Samstag (2.11.) mit Partys im "Grünen Jäger", den krönenden Abschluss bildete ein Fettes Brot-Auftritt in der Roten Flora am Sonntag (3.11.). Doch hier gab es schon im Vorfeld Ärger.

Fettes Brot-Auftritt trotz Hausverbot in der Roten Flora

Der Besitzer der Roten Flora, Klausmartin Kretschmer, hatte der Band Hausverbot erteilt und eine Strafanzeige "wegen der drohenden Straftat eines Hausfriedensbruchs" gestellt. Fettes Brot traten trotzdem auf. Das Konzert wurde sogar per Lautsprecher und Video-Beamer nach außen übertragen, rund 1.200 Zuschauer und -hörer kamen. Im Anschluss an das Konzert zogen einige  hundert Menschen durch die Schanze, vereinzelt kam es zu Ausschreitungen.

Strafanzeige wegen "Schweren Hausfriedensbruch und Landfriedensbruch"

Nun stellen Klausmartin Kretschmer und sein Immobilienberater Gert Baer gegen die Bandmitglieder von Fettes Brot "nicht nur Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch und schwerem Hausfriedensbruch (§§ 123, 124 StGB), sondern auch wegen Landfriedensbruch nach § 125 StGB." Landfriedensbruch nach § 125 StGB (1) begeht, "wer sich an 1. Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Sachen oder 2. Bedrohungen von Menschen mit einer Gewalttätigkeit, die aus einer Menschenmenge in einer die öffentliche Sicherheit gefährdenden Weise mit vereinten Kräften begangen werden, als Täter oder Teilnehmer beteiligt oder wer auf die Menschenmenge einwirkt, um ihre Bereitschaft zu solchen Handlungen zu fördern. Es droht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht wird." (Quelle: dejure.org)

Fettes Brot sollen "Nutzungsgebühr" zahlen

Die Anzeigen gegen die drei Mitglieder von Fettes Brot "liegen nunmehr bei der zuständigen Hamburger Staatsanwaltschaft, die hoffentlich umgehend mit den Ermittlungen beginnen wird", so Kretschmer und Baer in einer Stellungnahme, die Radio Hamburg vorliegt. "...auch die Herren von Fettes Brot müssen sich an Gesetz und Recht halten", heißt es in dem Schreiben weiter. Außerdem soll in einem Zivilverfahren der Anspruch auf Zahlung einer "Nutzungsgebühr" durchgesetzt werden.

Grundsätzlich hätten sie nichts gegen die Band Fettes Brot, heißt es in der Stellungnahme weiter, auch "ihre neue CD gefällt uns ebenfalls".

Jahrelange Auseinandersetzung

Die Rote Flora in der Schanze ist seit mehr als 20 Jahren besetzt. Der Investor Klausmartin Kretschmer hatte das Gebäude 2001 gekauft. Kürzlich hatte er angekündigt, dass Gebäude zu einem Kulturzentrum mit Konzerthalle umbauen zu wollen, woraufhin die Aktivisten in der Roten Flora Widerstand ankündigten.

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(mgä)

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