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Radio Hamburg

Beratung in Hamburg

Wie kann ich meine Stasi-Akte einsehen?

Hamburg , 14.10.2013
Stasi, Stasigefängnis, Hohenschönhausen, Staatssicherheit

Die Stasi sammelte unzählige Informationen über ihr Bürger und auch Besucher.

Am 22. Oktober findet in Hamburg eine kostenlose Beratung zur Einsichtnahme in Stasi-Akten statt.

In den ersten neun Monaten des Jahres ist die Zahl der Anträge auf Stasi-Akteneinsicht deutlich gesunken. Die "Berliner Morgenpost" berichtet unter Berufung auf Behördenzahlen von 48.365 Anträgen, die bis Ende September eingegangen sein. Auf das gesamte Jahr hochgerechnet ergäbe das 64.476 Anträge. 2012 waren es 88.231 Anträge, der Rückgang würde sich damit auf knapp 25 Prozent belaufen.

Beratungsbedarf zur Stasi-Akteneinsicht groß

"Der Beratungsbedarf zur Akteneinsicht oder zur Frage, ob man einen Antrag stellen solle, ist im Laufe dieses Jahres bei uns in Sachsen keinesfalls gesunken", sagte dagegen der sächsische Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Lutz Rathenow, der Zeitung. Viele Menschen trauten sich nach seiner Erfahrung aus verschiedenen Gründen aber noch immer nicht, einen Antrag zu stellen. Viele fürchteten unangenehme Überraschungen, sorgten sich, in der Behörde auf einen ehemaligen Stasi-Mitarbeiter zu treffen - oder wollten abwarten, bis alle zerrissenen Akten zusammengepuzzelt seien.

Beratung am 22. Oktober in Hamburg

Am 22. Oktober finden darum in Hamburg kostenlose Beratungen zur Einsichtnahme in Stasi-Unterlagen statt. Angeboten werden die Beratungen von der Außenstelle Rostock des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU), der Hamburgischen Landeszentrale für politische Bildung und der Öffentlichen Rechtsauskunfts- und Vergleichsstelle Hamburg (ÖRA). Die Beratung findet von 11 bis 18 Uhr in den Räumen der ÖRA (Dammtorstraße 14) statt.

Ameldung zur Beratung nicht erforderlich

Bei der Beratung beantworten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BStU Fragen zur Akteneinsicht - von der Antragstellung über Einsichtnahme, Herausgabe von Kopien bis hin zur Decknamenentschlüsselung. Diese Fachleute sind auch beim Ausfüllen entsprechender Formulare behilflich. Die Beratung ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Mitbringen müssen Sie lediglich ein gültiges Personaldokument zur Identitätsfeststellung. Sollten Sie in Vertretung für eine terminlich verhinderte Person kommen, müssen sie noch eine Vollmacht mitbringen.

Stasi bespitzelte auch Besucher aus Westdeutschland

Das Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) hat oft in das Schicksal der Menschen eingegriffen, die in der DDR gelebt haben, geflohen oder ausgereist sind. Doch auch Besucher aus Westdeutschland, die in die ehemalige DDR eingereist sind, standen häufig im Interesse der Stasi. Es kann also für Jeden interessant sein, Akteneinsicht zu beantragen. Auch die nachfolgenden Generationen haben Fragen zur Familiengeschichte, zur Anpassung, Verstrickung oder Verfolgung ihrer - teilweise bereits verstorbenen - Angehörigen.

LiederGeschichtsAbend im Metropolis Kino

Um 19 Uhr findet ein LiederGeschichtsAbend mit dem "Duo Zeitlos" im Metropolis Kino (Kleine Theaterstraße 10) statt, der gemeinsam mit der Kinemathek Hamburg e.V. organisiert wird. Unter dem Motto "DDR-Rockmusik zwischen Anpassung und Auflehnung" greift das Duo die Themen DDR und Stasi musikalisch auf. Die Abendveranstaltung ist ebenfalls kostenlos.

 

(mgä)

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