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Radio Hamburg

Missbrauchs-Prozess

Nicht mehr als 5 Jahre

Hamburg, 18.10.2013
Prozess, Kinderschänder, Stefan H., Erzieher

Falls das Gericht nach der Forderung der Verteidigung urteilt, bekommt der 30-Jährige nur fünf Jahre Haft und kein lebenslanges Berufsverbot.

Die Verteidigung forderte nicht mehr als fünf Jahre Haft. Das Urteil will das Gericht Mitte nächster Woche verkünden.

Für den sexuellen Missbrauch von fünf Kindern in einer Hamburger Kita soll ein Erzieher nach dem Willen der Anklage fünf Jahre und zwei Monate ins Gefängnis.

Kein Berufsverbot

"Sie haben es ausgenutzt, dass die Kinder jung und nicht in der Lage waren, sich zu wehren", sagte der Vertreter der Staatsanwaltschaft am Donnerstag (17.10.) in seinem Plädoyer vor dem Landgericht. Auch das Vertrauen der Eltern habe der Angeklagte missbraucht. Die Verhängung eines lebenslangen Berufsverbotes verlangte der Staatsanwalt aus rechtlichen Gründen nicht. Das Gericht will das Urteil am kommenden Mittwoch (23.10.) verkünden. Zuvor werden dann noch Plädoyers der Nebenklage erwartet.

Fünf Jahre Haft gefordert

Die Verteidigung forderte nicht mehr als fünf Jahre Haft. Der 30-Jährige habe schweres Unrecht auf sich geladen, sagte der Anwalt - aber er werde auch viele Jahre kein Bein mehr auf den Boden bekommen. Die Pädophilie seines Mandanten wertete der Verteidiger als krankhaften Zustand, mit dem auch "eine gewisse Gefühlskälte" einhergehe.

Mutter verlangt Berufsverbot

Eine Mutter als Nebenklägerin verlangte ein lebenslanges Berufsverbot für den Erzieher. "Das sind Abgründe, die sich hier auftun", sagte ihr Anwalt. Die Beteiligten hatten sich bereits beim Prozessauftakt am Montag (14.10.) auf einen Deal geeinigt. Die Absprache sieht einen Strafrahmen zwischen vier Jahren und neun Monaten und fünfeinhalb Jahren sowie ein Berufsverbot vor. Im Gegenzug wurde ein Anklagepunkt – der Missbrauch eines weiteren kleinen Jungen - fallengelassen.

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Geständnis des Angeklagten

Außerdem wurde ein Geständnis erwartet. Der Angeklagte räumte ein, die Mädchen und Jungen in einer kirchlichen Kita in Hamburg-Schnelsen und in seiner Wohnung in Norderstedt missbraucht und massenweise kinderpornografische Fotos von den Opfern gemacht zu haben. Der Erzieher gestand am Donnerstag (17.19.) weitere Einzelheiten und zeigte erstmals Reue. "Es tut mir leid", sagte er unter Tränen. Es falle ihm schwer, etwas zu sagen, "weil jedes meiner Worte sofort zerrissen wird."

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