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Radio Hamburg

Missbrauchsprozess

Urteil: 5 Jahre und zwei Monate Haft für Erzieher

Hamburg, 23.10.2013
Prozess, Kinderschänder, Stefan H., Erzieher

Der Erzieher wurde zu fünf Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Seine Verteidigung hatte eine Höchststrafe von fünf Jahren gefordert.

Ein Erzieher, der mehrere Kinder sexuell missbraucht hat, wurde jetzt zu fünf Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. 

Das Urteil verkündete das Hamburger Landgericht am Mittwoch (23.10.) und folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Erzieher hatte gestanden, dass er Mädchen und Jungen in einer kirchlichen Kita in Hamburg-Schnelsen und in seiner Wohnung in Nordersteht missbraucht und außerdem Hunderte kinderpornografische Fotos von den Opfern gemacht zu haben. Bereits beim Prozessauftakt hatten sich die Beteiligten auf einen sogenannten Deal geeinigt. Die Absprache sah eine Höchststrafe von fünfeinhalb Jahren vor. Im Gegenzug wurde ein Anklagepunkt, der Missbrauch eines weiteren kleinen Jungen, fallengelassen. Außerdem wurde ein Geständnis erwartet, um den Opfern eine belastende Aussage vor Gericht zu ersparen.

Pädophile ist nicht heilbar

Die Nebenklage hatte neben der Haft auch ein lebenslanges Berufsverbot gefordert. Ein solches Verbot würde mögliche weitere Opfer und auch den Täter vor weiteren Straftagen schützen. Der Erzieher habe zwar erklärt, er habe seine Pädophilie im Griff. Die Anwältin betonte aber, dass Pädophile nicht heilbar sei und Rückfälle nicht ausgeschlossen werden können. Der 30-Jährige, der noch nie eine Beziehung mit einem erwachsenen Partner gehabt habe, werde lebenslang pädophil bleiben. Außerdem müsse man davon ausgehen, dass es neben den angeklagten Fällen weitere Opfer des Angeklagten gebe.

Kein Berufsverbot

Auf ein lebenslanges Berufsverbot hat das Gericht jedoch verzichtet. Dieses Entscheidung wurde von der Nebenklage mit Unverständnis aufgenommen. Der Richter begründete die Entscheidung mit einem Urteil des Bundesgerichtshofs. Darin heißt es, dass der BGH ein Berufsverbot bei einem Ersttäter ausschließt.

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(dpa/fbu)

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