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Radio Hamburg

Thomas Drach

Reemtsma Entführer kommt frei

Hamburg, 10.10.2013
Thomas Drach, Reemtsma Entführer

Thomas Drach kommt nach über 15 Jahren Haft auf freien Fuß. Der Verbleib des Lösegeldes bleibt bis zum heutigen Tage ungeklärt.

Über 15 Jahre saß Thomas Drach als Drahtzieher und Entführer des Millionen-Erben Reemtsma hinter Gittern. Nun wird er entlassen.

Thomas Drach, der Drahtzieher und Entführer des Millionenerben Jan Philipp Reemtsma, kommt wieder auf freien Fuß. Wann der heute 53-Jährige das Gefängnis jedoch genau verlassen darf, gab die Hamburger Justizbehörde nicht bekannt – er habe schließlich ein Anrecht auf Resozialisierung.

Die Entführung

Am 25. März 1996 wurde der Millionenerbe Jan Philipp Reemtsma vor seinem Haus überwältigt und entführt. 33 Tage wurde er von seinen Entführern in einem Keller eines Hauses in Garlstedt gefangen gehalten. Sie forderten zunächst 20 Millionen Mark Lösegeld, ließen es jedoch auf 30 Millionen ansteigen, nachdem zwei Geldübergaben gescheitert waren. Angehörigen von Jan Philipp Reemtsma gelang es schließlich, hinter dem Rücken der Polizei das Lösegeld an die Entführer zu übergeben. 43 Stunden nach der Zahlung ließen diese den damals 43-Jährigen im südlichen Stadtgebiet Hamburgs frei.

Drach saß über 15 Jahre hinter Gittern

Der Entführer Thomas Drach konnte zunächst untertauchen, wurde jedoch 1998 in Argentinien verhaftet und in Deutschland zu 14 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt.

Drach saß nun über 15 Jahre hinter Gittern, nachdem er 2012 zu weiteren 15 Monaten Haft verurteilt wurde. Grund für seine erneute Verurteilung war die Rekordsumme des Lösegeldes, dessen Verbleib bis heute zum größten Teil ungeklärt ist. Drach hatte Angst, dass sich sein Bruder an den Lösegeld-Millionen vergreifen könnte. Aus diesem Grund soll er aus der Haft heraus versucht haben, einen Bekannten zur Erpressung seines Bruders anzustacheln.

Das Lösegeld bleibt verschollen

Das gezahlte Lösegeld betrug 15 Millionen Mark und 12,5 Millionen Schweizer Franken. Bis heute ist nur der Verbleib von rund 1,3 Millionen Mark aufgeklärt.

Drach und seine Komplizen werden es jedoch heute sehr schwer haben dürfen, sollten sie die Summe noch nicht in eine andere Währung umgetauscht haben. DM-Scheine sind seit der Einführung des Euros kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr und können nur noch bei Landeszentralbanken umgetauscht werden.

(vun)

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