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Radio Hamburg

Missbrauchsprozess

Sieben Jahre und acht Monate für Vergewaltiger

Hamburg, 16.04.2014
RHH - Expired Image

Die Polizei nahm den 63-Jährigen im November 2013 fest.

Im Missbrauchsprozess gegen einen 63-jährigen Mann aus Harburg ist das Urteil gefallen. Er hat zwei Kinder sexuell missbraucht.

Das Urteil ist gefallen: Nach sexuellen Übergriffen auf zwei Kinder ist ein 63-jähriger Mann nun zu sieben Jahren und acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Schwere Vergewaltigung

Am Mittwoch (16.04) hat das Landgericht Hamburg den Angeklagten wegen schwerer Vergewaltigung, schweren sexuellen Missbrauchs eines Mädchens, Körperverletzung und Freiheitsberaubung schuldig gesprochen. "Auch wenn es sich finster anhört - das muss sein", sagte der Vorsitzende Richter Rüdiger Göbel am Mittwoch (16.04).

Strafmaß über Forderung der Staatsanwaltschaft

In einem zweiten Fall wurde er wegen sexuellen Missbrauchs eines achtjährigen Jungen und versuchter Körperverletzung verurteilt. Das Strafmaß liegt zwei Monate über der Forderung der Staatsanwaltschaft. Nach einem Jahr und zehn Monaten in Haft soll der Verurteilte wegen Alkoholproblemen in eine Entziehungsanstalt verlegt werden.

Mädchen mit Hund in Wohnung gelockt

Das Mädchen befand sich am 16. November 2013 wenige Tage vor seinem sechsten Geburtstag stundenlang in der Gewalt des Mannes. Der Täter lockte es mit einem geliehenen Hund zwischen 17 und 18 Uhr vom Kennedy-Spielplatz in Hamburg-Harburg - erst gegen 23.30 Uhr fand die Polizei das Kind eingesperrt in der Wohnung des Mannes. In der Zwischenzeit wurde das Mädchen geschlagen, gewürgt und missbraucht. Nachdem der Täter die Fünfjährige gefesselt und geknebelt hatte, fügte er ihr stark blutende Wunden zu. Diese Tat hatte der Mann vor Gericht gestanden.

Mann gab Kindern Alkohol und schaute mit ihnen Pornos

Schon einige Monate zuvor hatte er sich an dem Achtjährigen vergangen. Auch in diesem Fall lockte der Mann sein Opfer mit dem Hund an. Dann holte er sich von der Mutter die Erlaubnis, dem Jungen noch einen zweiten Hund zu zeigen. Der Junge hatte die Tat vier Monate nach dem Vorfall geschildert. An der Richtigkeit seiner Aussagen gebe es keine Zweifel, sagte der Vorsitzende Richter. Beiden Kindern hatte der Mann zudem Alkohol gegeben und Pornofilme gezeigt. Während der Taten war der 63-Jährige auch selbst stark alkoholisiert, hieß es. Als er das Mädchen missbrauchte, hatte er einen Alkoholwert von etwa 2,6 Promille.

Prozess unter Auschluss der Öffentlichkeit

Der Prozess fand weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Verteidiger hatte dies mit Blick auf eine mögliche Unterbringung seines Mandanten in einer Psychiatrie beantragt. Die Nebenkläger, die die betroffenen Kinder vertraten, und die Staatsanwaltschaft unterstützten diesen Antrag zum Schutz der Zeugen. Der 63-Jährige war vor mehreren Jahren schon einmal wegen eines Gewaltdelikts verurteilt worden und musste eine Gefängnisstrafe absitzen. Seit November 2013 befindet er sich in Untersuchungshaft. Binnen einer Woche kann gegen das Urteil Revision eingelegt werden.

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(dpa/ama)