Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Berlin gegen Hamburg

Städte präsentieren ihre Pläne für Olympia

Hamburg, 31.08.2014
RHH - Expired Image

Am Montag (01.09) präsentieren Hamburg und Berlin ihre Pläne für eine Olympiabewerbung.

Am Montag (01.09) präsentieren Hamburg und Berlin zeitgleich um 11:00 Uhr ihre mit Spannung erwarteten Pläne für eine Olympiabewerbung.

Wochenlang hat man in der Hansestadt und in der Hauptstadt über die Pläne zu einer Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele und Paralympics 2024 oder 2028 gebrütet. Am Montag (01.09) werden nun beide Städte die Ergebnisse vorlegen, die Ende August an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) übermittelt wurden. Der DOSB will dann bis zum 6. Dezember entscheiden, welches Konzept das bessere ist.

Berlin oder Hamburg?

Zeitgleich präsentieren beide Städte am Montag um 11.00 Uhr ihre Antworten auf Fragen des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) zu einer Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2024 oder 2028. In der Hansestadt stellt Bürgermeister Olaf Scholz die Ergebnisse vor, in Berlin tritt der Noch-Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit an (beide SPD). Am Nikolaustag will dann DOSB spätestens entschieden haben, ob und mit welcher Stadt sich Deutschland für Olympische Sommerspiele und Paralympics in 10 oder 14 Jahren bewirbt. Scholz wird bei seinem Auftritt im Rathaus begleitet von Sportsenator Michael Neumann (SPD), der Chefin des Olympiastützpunkts  Hamburg/Schleswig-Holstein, Ingrid Unkelbach, dem Präsidenten des Hamburger Sportbundes, Jürgen Mantell, und von Handelskammerpräses Fritz Horst Melsheimer.

Erste Details bekannt

Hamburg musste die Fragen bis Sonntag beantworten. 46 Seiten sind es geworden. So viel ist inzwischen bekannt. Auch, dass die Spiele vornehmlich mitten in der Stadt auf dem kleinen Grasbrook, einer Elbinsel, ausgetragen werden sollen, gilt als gesetzt. Zudem machen bereits Ideen die Runde, was nach dem Sportspektakel etwa mit den Sportanlagen passieren soll. So könnte das geplante Olympia-Stadion von 70.000 auf rund 25.000 Plätze zurückgebaut und durch Büros ergänzt werden, über deren Miete dann der Unterhalt bezahlt werden soll. Außerdem gibt es Ideen, die Olympia-Halle anschließend in ein Kreuzfahrtterminal umzurüsten.

Olympia-Referendum in Hamburg

Sollte Hamburg vom DOSB das Go für eine Olympiabewerbung erhalten, haben die Hamburger selbst das letzte Wort. Sie entscheiden voraussichtlich im Frühling 2015 in einem Referendum verbindlich, ob die Hansestadt antreten soll. In Berlin ist das bislang nicht vorgesehen. Jüngste Umfragen lassen zwar auf eine steigende Begeisterung der Hamburger für Olympia schließen -  inzwischen sind 73 Prozent dafür. Doch fast genauso viele Hanseaten machen sich auch Sorgen um die Nachhaltigkeit, das Geschäftsgebaren des IOC und vor allem um die Kosten der Spiele. Denn die sind bislang gänzlich unklar.

Kostenfrage ungeklärt

Nach Angaben der Handelskammer kommen auf die Stadt Summen von ein bis zwei Milliarden Euro für den Neubau und die Sanierung von Sportstätten zu. Die mutmaßlich rund drei Milliarden Euro für die Abwicklung der Spiele selbst oblägen dem IOC. Völlig unklar sind die Kosten für die Infrastruktur, etwa Straßen oder Bahnen, da nicht feststeht, was überhaupt angegangen werden soll.

Olympiagegner in den Startlöchern

Entsprechend machen auch die Olympia-Gegner mobil. So haben Vertreter von (N)Olympia-Hamburg Bürgermeister Scholz bereits ebenfalls 13 Fragen zukommen lassen. So möchten sie etwa wissen, ob das nach eigenen Angaben reformwillige IOC bereit wäre, sich halbjährlich von "Transparency International" durchleuchten zu lassen. Aber auch die Kosten treiben die Kritiker um. So sei die Ausrichtung der Olympischen Spiele in London um das 3,7-Fache teurer geworden als die ursprüngliche Kostenschätzung von 3,06 Milliarden Euro. Für die Umweltorganisation Nabu darf eine Olympia-Bewerbung nicht zu Lasten der Natur gehen. "Besonders wichtig ist uns (...), ob Hamburgs Bewerbung zukunftsweisend tatsächlich auch Grenzen des Wachstums insbesondere bei der städtischen Flächen-Inanspruchnahme in den Blick nimmt", erklärte Nabu-Chef Alexander Porschke. Bislang sei dies eher nicht geschehen. So sei von 2011 bis 2013 durch Bebauungsplan-Festsetzungen mehr als die Fläche der Außenalster an Grün (mindestens 172 Hektar) anderen Zielen gewidmet worden.

Bundespolitiker für Hamburger Bewerbung

Klar für Olympia und Hamburg als Ausrichterstadt sprach sich CDU-Bundesvize Julia Klöckner aus. "Für Deutschland wäre eine Hamburger Bewerbung die Chance, der Welt mal ein anderes Gesicht zu zeigen: das Gesicht einer Hafenstadt, die Deutschlands Tor zur Welt ist, die Architektur einer alten Hansestadt, die Weltoffenheit der Menschen", sagte sie dem "Hamburger Abendblatt" am Samstag (30.08). Berlin sei bereits Sitz von Regierung und Botschaften, Ausrichter großer Empfänge und Veranstaltungen.

Lest auch: Olympische Spiele 2024/2028: Niedersachsen bevorzugt Hamburg statt Berlin

Niedersachsen unterstützt die Hamburg-Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2024 oder 2028. Zur Auswahl steh ...

(dpa/san)

comments powered by Disqus