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Radio Hamburg

Berufs- und Studienorierentierung

Fördersystem für Schulabgänger ohne Lehrstelle

Hamburg, 21.08.2014
Ausbildung, Job, Arbeit, Erfolg

Die neue dualisierte Ausbildungsvorbereitung zeigt bereits Erfolge.

Auch Schulabgänger ohne Lehrstelle sollen die Möglichkeit haben, sich nach der Schule weiterzubilden.

Hamburg arbeitet nicht nur am Schulsystem und der Förderung während der Schullaufzeit, sondern konzentriert sich auch vermehrt auf die Förderung junger Menschen nach ihrem Abschluss – und das aussichtsreich.

Dualisierte Ausbildungsvorbereitung

Der radikale Umbau des Fördersystems für Schulabgänger ohne Lehrstelle in Hamburg zeigt erste Erfolge. So sei seit dem Ersetzen der bisherigen Übergangsangebote und Warteschleifen durch eine neue dualisierte Ausbildungsvorbereitung die Zahl der vermittelten Jugendlichen deutlich gestiegen, sagte Schulsenator Ties Rabe am Donnerstag (21.08.).

Zwei bis drei Tage in "echten Betrieben"

Zwar wechseln Jugendliche ohne Ausbildungsplatz bei dem neuen Angebot auf Berufsschulen, jedoch arbeiten sie gleichzeitig an zwei bis drei Tagen pro Woche in "echten Betrieben".  Dieses Angebot habe im vergangenen Jahr dazu beigetragen, "dass 47 Prozent der Schüler direkt einen Ausbildungsplatz gefunden haben", sagte Rabe. Das sei erheblich mehr als die Maßnahmen der Vergangenheit mit einer Erfolgsquote von 8 bis 15 Prozent.

Das neue Fördersystem ist Teil eines grundlegenden Wandels beim Umgang mit Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz. So wurde bereits in jedem Bezirk eine Jugendberufsagentur gegründet, die eng mit der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter, dem Bezirksamt und den Hamburger Schulen zusammenarbeitet, um den Jugendlichen Perspektiven zu eröffnen.

Schulfach "Berufs- und Studienorientierung"

Außerdem wird laut Rabe seit diesem Schuljahr an den Stadtteilschulen in den Klassen 8, 9 und 10 das Fach Berufs- und Studienorientierung angeboten, "damit junge Menschen sich frühzeitig auf den Weg in die Berufswelt vorbereiten." Auch Wirtschaft und Gewerkschaften zeigten sich von dem neuen System begeistert. "Die Zusammenarbeit zwischen Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen war noch nie so gut wie heute", sagte Handelskammer-Geschäftsführer Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz. Gleichzeitig bemängelt er jedoch, dass nach wie vor ausbildungswillige Jugendliche und freie Lehrstellen nicht immer zusammenkämen. Für den 30. August kündigte Schmidt-Trenz eine Nachvermittlungsaktion an, zu der rund 1.200 Jugendliche eingeladen werden sollen. Dadurch erhofft er sich noch mindestens 200 Jugendliche in Betrieben unterbringen zu können. Momentan gibt es noch etwa 500 freie Ausbildungsplätze in allen Branchen.

Ingo Schlüter, Vize-Chef des DGB Nord bemängelt dennoch, dass die Qualität der Lehrstellen "nicht immer erster Güte" sind.

(dpa/pgo)

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