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Radio Hamburg

Fall Yagmur

Mutter fühlte sich vom Jugendamt "gestalkt"

Hamburg, 11.08.2014
RHH - Expired Image

Die kleine Yagmur aus Hamburg starb mit nur drei Jahren an den Folgen von Misshandlungen. Ihre Eltern stehen daher vor Gericht.

Nach vier Wochen Sommerpause ist der Yagmur-Prozess am Montag (11.08) mit den Aussagen einer Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendnotdienstes weitergegangen.

Die Mutter des gestorbenen Kleinkinds Yagmur hat sich vom Jugendamt belästigt und "gestalkt" gefühlt. Das sagte eine Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendnotdienstes am Montag als Zeugin vor dem Landgericht Hamburg. Das Jugendamt habe ihr und einer Kollegin den Auftrag erteilt, an einem Wochenende im September 2013 nach dem Mädchen zu sehen, weil es zuvor mehrere Tage nicht im Kindergarten erschienen war. Als sie die Eltern schließlich nach mehreren vergeblichen Versuchen zu Hause antrafen, sei die Mutter sehr aufgebracht über den Besuch gewesen, erklärte die 57-Jährige am ersten Verhandlungstermin nach vier Wochen Sommerpause.

An inneren Blutungen gestorben

Die dreijährige Yagmur war kurz vor Weihnachten 2013 in der Obhut ihrer Eltern an inneren Blutungen gestorben. Die 27 Jahre alte Mutter steht wegen Mordes vor Gericht, sie soll ihre Tochter aus Hass zu Tode misshandelt haben. Der ein Jahr jüngere Vater muss sich verantworten, weil er das Mädchen nicht geschützt haben soll. Yagmur war seit ihrer Geburt von den Behörden betreut worden, die wegen Versäumnissen in der Kritik stehen.

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(dpa/mej)

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