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Radio Hamburg

Polizeinotrufe

Lange Wartezeiten wegen Personalmangels

Hamburg, 26.08.2014
Polizei, Polizist

Bis man die Hamburger Polizei erreicht, kann es teilweise sehr lange dauern.

Wie "NDR 90,3" berichtet kann es manchmal zu sehr langen Wartezeiten kommen, bis ein Notruf abgegeben werden kann - Grund sind personelle Engpässe.

Eigentlich sollte es laut der Polizei nicht länger als 30 Sekunden dauern, bis ein Notruf die zuständigen Beamten erreicht - in Hamburg kann es wegen personeller Engpässe zwischenzeitlich aber sogar vier bis fünf Mal so lange dauern. Ein Zustand, den die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) laut "NDR 90,3" heftig kritisiert.

Viel zu wenig Beamte

Eigentlich sollten laut der Gewerkschaft täglich knapp über 30 Beamte pro Schicht im Einsatz sein. Die Realität in der Hamburg Einsatzzentrale sieht dagegen ganz anders aus. So sollen in den vier Schichten häufig nur zehn oder sogar weniger Beamte im Einsatz sein, um die Notrufe entgegennehmen zu können. "NDR 90,3" erklärte Joachim Lenders, Landeschef der Hamburger DPolG, dass dies keinesfalls der Einzelfall sei, sondern die Dienstpläne bereits im Vorfeld darauf ausgelegt seien, dass jeder Beamte mehr arbeiten müsse als vereinbart und Überstunden grundsätzlich vorgesehen seien. Mindestens 20 bis 30 Stunden mehr pro Monat müssten die Beamten zusätzlich zu ihren 176 Stunden Regelarbeitszeit leisten. "Das kann es ja nicht sein", so Lenders.

Manchmal mehr als zwei Minuten Wartezeit

Der Personalmangel in der Hamburg Einsatzzentrale hat zum Teil drastische Auswirkungen. Dem "Abendblatt" erklärte Lenders: "Es sind mir Fälle bekannt, da hat es bis zu zwei Minuten gedauert, bevor über die Notrufleitung jemand erreicht wurde." Dabei sei es gerade in diesem Bereich wichtig, dass es keine Überraschungen durch Krankheit oder den Urlaub von Kollegen geben dürfe. So schnell wird sich die Situation allerdings nicht verbessern. "In dem Bereich kann man nicht einfach Beamte aus anderen Bereichen als Aushilfe einsetzen", so Lenders, da eine Ausbildung für die Einsatzzentrale drei Monate dauert.

Hamburger Polizei bestreitet Probleme

Im "Abendblatt" erklärte Andreas Schöpflin von der Polizeipressestelle, dass Wartezeiten von bis zu 30 Sekunden die absolute Ausnahme seien und dass die Überstunden, die durch die personelle Mehrbelastung durch die Urlaubsmonaten und unerwartete Krankheitsfälle entstanden seien, schnell abgebaut werden würden. Lenders mag daran kaum glauben: "Das ist ein Problem, das nicht neu ist, sondern sich seit dem Frühjahr immer weiter zugespitzt hat."

(san)

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