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Radio Hamburg

Schuljahr 2014/15

Ansturm auf Ganztagesschulen ist groß

Hamburg, 19.08.2014
Schule, Schüler, Klassenzimmer, Tafel, Gymnasium, Grundschule, Stadtteilschule, Bildung

Flüchtlingskinder können meistens nach einem Jahr in die für ihre Altersgruppe geeignete Klasse übergeben werden.

In Hamburg besuchen in diesem Jahr so viele Grundschüler wie noch nie die Schule auch Nachmittags.

Die Schule geht wieder los und der Ansturm auf die Grundschulen ist groß. In Hamburg werden so viele Grundschüler wie noch nie zuvor nachmittags in der Schule betreut. Fast 75 Prozent aller Eltern von Grundschülern wählen für ihre Kinder ein Ganztagesangebot bis 16 Uhr. "Das ist eine überraschende und schöne Entwicklung", sagte Schulsenator Ties Rabe am Dienstag (19.08.). Im vergangenen Jahr habe die Beteiligung noch bei 65 Prozent gelegen.

Zahl der Jungen und Mädchen steigt

Inzwischen bieten 202 von 204 Hamburger Grundschulen ein Ganztagesangebot, 44.000 Betreuungsplätze stehen zur Verfügung. Von der CDU wurde jedoch die Qualität der Nachmittagsangebote an vielen Schulen kritisiert.
Zusätzlich wird auch die Zahl der Jungen und Mädchen an staatlichen allgemeinen Schulen auf 170.500 steigen – 3.000 mehr als zuvor. Bei den Berufsschulen erwartet die Behörde einen Anstieg um 400 auf 52.700. Bei der Schulwahl konnten den Kindern in 95 Prozent der Fälle der Erstwunsch erfüllt werden. Sei dies nicht machbar, legten immer mehr Eltern Widerspruch ein, berichtete Rabe.

Anzahl der Flüchtlingskinder ist groß

Doch nicht nur die Zahl der Schüler steigt an, sondern auch die der Flüchtlingskinder in Vorbereitungsklassen für den Schulunterricht in Hamburg. Zum neuen Schuljahr würden zwischen 1.700 und 1.800 Jungen und Mädchen erwartet, bis 2012 sei die Zahl lediglich halb so hoch gewesen. Die Schwierigkeit bestünde darin "genügend Räume möglichst wohnortnah zu finden", sagte Rabe. Es gebe zwar ausreichend leerstehende Schulräume, aber sie seien häufig nicht in der Nähe der Flüchtlingsunterkünfte.
Für Flüchtlingskinder besteht in Hamburg die Möglichkeit, an einer "internationalen Vorbereitungsklasse" oder einer "Alphabetisierungs-Klasse" teilzunehmen, bevor sie in den regulären Unterricht wechseln. "Sie lernen extrem schnell", sagte der Senator.

(dpa/pgo)

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