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Radio Hamburg

Yagmur-Prozess

Cousin vom Vater sagt vor Gericht aus

Hamburg, 19.08.2014
RHH - Expired Image

Der Vater wollte laut Aussage seines Cousins die Scheidung und das Sorgerecht für seine Tochter beantragen.

Im Fall um die getötete Yagmur haben nun die Angehörigen der Angeklagten ausgesagt. Der Vater wollte sich angeblich scheiden lassen.

Im Prozess um den gewaltsamen Tod der dreijährigen Yagmur aus Hamburg hat ein Cousin den mitangeklagten Vater als "herzensguten Menschen" beschrieben. Der 26-Jährige wird beschuldigt seiner Tochter nicht geholfen zu haben, als sie von ihrer 27-jährigen Mutter aus Hass zu Tode misshandelt wurde, wie es vor Gericht heißt.

Vater wollte sich scheiden lassen

"Er tut keiner Fliege was", sagte der 22-jährige Angehörige als Zeuge vor dem Landgericht am Dienstag (19.08.) aus. Der Cousin des 26-jährigen Vaters habe schon vor dem Tod von Yagmur einen Schlussstrich unter die Ehe zwischen den Eltern von Yagmur gezogen, sagte der 22-Jährige: "Das war nichts mehr zu retten." Er habe sich scheiden lassen wollen, weil er es mit der 27-Jährigen nicht mehr ausgehalten habe. "Er war schon beim Anwalt, das war im Gang", erklärte der Zeuge.

"Er war für seine Familie da"

Der Angeklagte habe auch das Sorgerecht für Yagmur beantragen wollen. "Ich weiß, dass er seine Tochter über alles geliebt hat. Er war für seine Familie da." Der 22-Jährige erklärte, sein Cousin habe vermutet, dass seine Frau Yagmur schlage. Er habe erzählt, dass das Kind blaue Flecken am Körper habe - und dass Yagmurs Mutter versucht habe, sie mit Schminke zu überdecken. Er habe ihm auch gesagt, dass seine Partnerin die Kleine hasse. Sein Cousin sei bei den Großeltern aufgewachsen, seine Eltern hätten in der Türkei gelebt, sagte der 22-Jährige: "Er war auf sich allein gestellt, er hatte keinen, der ihm so richtig den Weg zeigt." Er habe früher "mal Unsinn" gemacht, etwa etwas geklaut. Nach der Geburt seiner Tochter aber habe sein Cousin "permanent gearbeitet" und sei "familienbezogen" gewesen. Auf Nachfrage konnte sich der Zeuge an viele Einzelheiten allerdings nicht erinnern. Den Vater des 22-Jährigen hatte das Landgericht bereits Anfang Juli als Zeugen befragt. Auch er hatte erklärt, der Angeklagte habe sein Tochter sehr geliebt und sei gut zu dem Kind gewesen. Er habe ihn nie aggressiv erlebt.

Eine zweite Zeugin aus dem Umfeld von Yagmurs Mutter erschien am Dienstag (19.08.) nicht vor Gericht. Der Vorsitzende Richter verhängte daher ein Ordnungsgeld von 200 Euro.

Eltern schweigen bisher

Das kleine Mädchen war kurz vor Weihnachten 2013 in der Wohnung seiner Eltern an inneren Blutungen gestorben. Rechtsmediziner hatten nach dem Tod des dreijährigen Mädchens eine Vielzahl von Verletzungen an Kopf und Körper festgestellt. Bisher haben beide Elternteile von Yagmur geschwiegen, die seit ihrer Geburt von den Behörden betreut worden war, die nun wegen Versäumnissen in der Kritik stehen.

(dpa/pgo)

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