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Radio Hamburg

Yagmur-Prozess

Zeugen bezeichnen Mutter als "aggressiv"

Hamburg, 25.08.2014
RHH - Expired Image

Noch immer gibt es zum Tod von Yagmur keine klaren Antworten vor dem Hamburger Landgericht.

Am Montag (25.08) zeichneten zwei ehemalige Freundinnen von Yagmurs Mutter ein mehr als schlechtes Bild. Beide Eltern schweigen weiterhin zu den Vorwürfen.

An jedem neuen Verhandlungstages um den Tod der kleinen Yagmur vor dem Hamburger Landgericht kommen neue schockierende Details ans Tageslicht. Zwei langjährige Freundinnen haben die angeklagte Mutter der getöteten Yagmur aus Hamburg am Montag (25.08) als hinterhältig und rabiat beschrieben.

"Person, die schauspielert und viel lügt"

"Sie hat eigentlich jeden immer angelogen", sagte die erste Zeugin, eine 24-Jährige. "Jeder sollte sie mögen, und die anderen sollten sich hassen." Auch die zweite, gleichaltrige Zeugin sagte: "Sie ist so eine Person, die schauspielert viel, die lügt viel. Sie war laut, immer im Vordergrund." Man habe mit ihr aber auch viel Spaß haben können: "Ich mochte sie schon gern."

War die Mutter aggressiv?

Die 27-Jährige sei früher auch aggressiv gewesen, erklärte die erste Zeugin. "In Bergedorf damals hatte jeder Angst vor ihr." Ein Allgemeinmediziner berichtete, die Angeklagte sei am 9. Dezember 2013 - neun Tage vor Yagmurs Tod - zu ihm gekommen. Sie habe eine Überweisung an eine Psychologin haben wollen, weil sie seit langem an Depressionen und Aggressivität leide. "Mehr wurde nicht erzählt", erklärte der 57-Jährige. Yagmurs Mutter habe viel von ihrer Tochter geschwärmt ("Yagmur hier, Yagmur da") und Fotos von der Kleinen per WhatsApp verschickt, sagte die zweite Zeugin. Bei einem Treffen rund ein Jahr vor dem gewaltsamen Tod des Mädchens habe das Verhältnis zwischen Mutter und Kind sehr innig gewirkt, berichtete die erste Zeugin: "Sie wollte nur zur Mama. Man hat auch nichts gesehen, dass sie geschlagen wurde, sie war ein ganz normales Kind."

Auch Freundinnen haben Yagmurs Martyrium bemerkt 

An ihrem dritten Geburtstag im Oktober 2013 - rund zwei Monate vor ihrem Tod - sei Yagmur allerdings ganz komisch gewesen, sagte die zweite Zeugin: "Sie saß die ganze Zeit nur auf ihrem Stühlchen, sie
war ganz ruhig." Die Kleine habe auch "ganz schlimm" ausgesehen, "ganz fertig". Ihre Haut habe seltsam gewirkt, vielleicht sei ein blauer Fleck überschminkt worden. Yagmurs Mutter habe erklärt, seit einer Gehirnoperation sei die Dreijährige tollpatschig und falle öfter hin, außerdem prügele sie sich im Kindergarten. Erst als der Vater dazugekommen sei, sei das Kind fröhlich gewesen.

Glückliche Familie nur vorgespielt

Yagmur musste knapp ein Jahr vor ihrem Tod wegen gravierender Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Der Hamburger Rechtsmediziner Prof. Klaus Püschel erstattete damals Anzeige gegen unbekannt wegen Verdachts der Misshandlung. Dass das Mädchen lange bei einer Pflegemutter lebte, habe keiner von ihnen gewusst, sagte die erste Zeugin: "Das haben wir erst aus der Zeitung erfahren." Die Angeklagte habe so getan, als ob sie eine glückliche Familie wären. Einmal habe sie die 27-Jährige zum Arzt begleitet, zu einer Abtreibung, irgendwann nach Yagmurs Geburt: "Weil sie kein Kind mehr wollte."

Eltern schweigen weiterhin

Die dreijährige Yagmur war kurz vor Weihnachten 2013 in der Wohnung ihrer Eltern gestorben. Die 27 Jahre alte Mutter steht wegen Mordes vor Gericht, sie soll ihre Tochter aus Hass zu Tode misshandelt haben. Der ein Jahr jüngere Vater muss sich verantworten, weil er das Kind nicht geschützt haben soll. Vor Gericht haben beide bisher zu den Vorwürfen geschwiegen.

Lest auch: Fall von Yagmur: Zeugen erzählen von Affären der Mutter

Am Donnerstag haben Zeugen aus dem Umfeld des Vaters über die Familienzustände gesprochen und von Männergeschicht ...

(dpa/san)

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