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Radio Hamburg

Abzockbars

Prozessbeginn gegen Tabledance-Bar

Hamburg, 21.01.2014
Bordell

Vor dem Amtsgericht hat der Prozess gegen eine der sogenannten "Abzockbars" begonnen.

Mehrere sogenannte Abzockbars auf St. Pauli stehen im Fadenkreuz der Staatsanwaltschaft. Ein Musterfall wird vor dem Hamburger Amtsgericht verhandelt.

Dort, wo sich Touristen eigentlich amüsieren sollen, wurden sie verprügelt. Angeblich hatten sie ihre Zeche nicht gezahlt.

Faustschlag in den Magen

Wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzung müssen sich drei Mitarbeiter einer Bar auf der Großen Freiheit am Dienstag (13 Uhr) vor dem Amtsgericht Hamburg-Mitte verantworten. Sie werden beschuldigt, im September 2012 fünf Gäste teilweise verprügelt und ihnen unrechtmäßig Geld abgenommen zu haben, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die Gäste sollten zusammen eine Rechnung von 520 Euro für vier Flaschen Sekt begleichen, obwohl sie diese weder bestellt noch getrunken hatten. Als sich einer der Gäste weigerte, die Rechnung zu zahlen, soll ihn der 41-jährige Angeklagte in einen Nebenraum gezerrt und ihm einen Faustschlag in den Magen verpasst haben. Aus Angst vor weiterer Prügel unterschrieb er einen Schuldschein über 230 Euro. Wie schwer der Gast dabei verletzt wurde, war der Gerichtssprecherin nicht bekannt.

Zum Geld abheben gezwungen

Ebenfalls von dem 41-Jährigen angegriffen wurde ein weiterer Mann der Gruppe von Bar-Besuchern, weil er seine EC-Karte nicht herausrücken wollte. Daraufhin nahm ihm die ebenfalls 41-jährige Bardame 35 Euro ab, zudem unterzeichnete das durch die Schläge eingeschüchterte Opfer einen Schuldschein über 95 Euro. Ein weiterer Gast wurde von einer Bardame aufgefordert, sie zu einem Bankautomaten zu begleiten, dort 130 Euro abzuheben und den drei Angeklagten in dem Etablissement zu übergeben. Laut Gerichtssprecherin handelt es sich bei den Angeklagten um zwei Frauen und einen Mann.

Mehreren Erotik-Bars wurde Lizenz entzogen

Im Sommer vergangenen Jahr hatten sich die Fälle von verprügelten Besuchern von Table-Dance-Bars auf St. Pauli gehäuft. Daraufhin entzog die Stadt verschiedenen Erotik-Bars die Lizenz, um so Betrug, Drohungen und körperliche Angriffe zu beenden. Auch einige Touristen wurden Opfer der Abzock-Tricks und stellten Anzeigen. Die Staatsanwaltschaft habe deshalb die Ermittlungen wegen Bedrohung und räuberischer Erpressung aufgenommen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Momentan laufen noch zwei gebündelte Großverfahren gegen drei Table-Dance-Bars mit mehr als 40 Beschuldigten. Wann die Prozesse beginnen sollen, steht noch nicht fest.

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(dpa/mgä)

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