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Radio Hamburg

Als erstes Bundesland

Hamburg erhält klinisches Krebsregister

Hamburg , 22.01.2014
Bestrahlung Krebs

Um bessere Behandlungsmöglichkeiten zu haben, sollen alle Bundesländer über ein klinisches Krebsregister verfügen.

Hamburg bekommt als erstes Bundesland ein klinisches Krebsregister. So soll die Krebsbehandlung verbessert werden.

Hamburg hat als erstes Bundesland ein klinisches Krebsregister auf Grundlage der neuen Bundesgesetzgebung auf den Weg gebracht. "Wir sind das erste Bundesland, das (...) einen entsprechenden Entwurf für ein Landesgesetz einbringt", sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag (21.01.). Bislang gibt es nur ein epidemiologisches Krebsregister, in dem Zahlen und Raten der Krebserkrankungen bevölkerungsbezogen dokumentiert sind.

Ziel: Krebsbehandlungen weiter verbessern

Im neuen Register sollen nicht nur die Häufigkeit und regionale Verteilung bestimmter Tumorerkrankungen in der Hansestadt enthalten sein, sondern auch detaillierte Daten zum Krankheitsverläufen und Therapien erfasst und ausgewertet werden. "Das klinische Krebsregister soll die Krebsbehandlungen weiter verbessern und für mehr Klarheit darüber sorgen, wo und wie am erfolgreichsten behandelt wird", so GesundheitssenatorinCornelia Prüfer-Storcks. "Es ist ein großer Fortschritt für die Patientinnen und Patienten ebenso wie für die Ärztinnen und Ärzte. Sie bekommen valide Daten zur Qualität der onkologischen Behandlung in den verschiedenen Einrichtungen und zur Wirksamkeit der unterschiedlichen Therapien."

Ca. 10.000 Krebsdiagnosen im Jahr

Pro Jahr wird in Hamburg bei ca. 10.000 Menschen Krebs diagnostiziert. Rund 4.700 Menschen sterben jedes Jahr daran. Mit dem neuen Krebsregister ist es möglich, Krankheits- und Behandlungsgeschehen besser miteinander zu vergleichen. Die erhobenen Daten können für eine konstruktive Diskussion über die Versorgung in Hamburg genutzt werden.

Investitionskosten von 600.000 Euro

Die Investitionskosten für das Krebsregister betragen rund 600.000 Euro, 90 Prozent davon werden von der Deutschen Krebshilfe getragen. Der laufende Betrieb wird nach bisherigen Einschätzungen rund 2,4 Millionen Euro jährlich kosten und zu 90 Prozent von den Krankenkassen finanziert. Die restlichen Kosten trägt in beiden Fällen die Freie und Hansestadt Hamburg.

Bundesweites Gesetz zur Einführung flächendeckender klinischer Krebsregister

Das Krebsfrüherkennungs- und registergesetz (KFRG) verpflichtet alle Bundesländer dazu, flächendeckend klinische Krebsregister einzurichten. Der in Hamburg vom Senat vorgelegte Gesetzentwurf sieht eine verbindliche und systematische Meldung von Diagnose-, Therapie- und Verlaufsinformationen von Krebserkrankungen durch die Hamburger Krankenhäuser und Praxen vor. Im Gegenzug erhalten diese Institutionen regelmäßige Auswertungen der Daten und damit eine wichtige Rückmeldung zum Erfolg ihrer Behandlungen. Die Patientinnen und Patienten können der Meldung und Speicherungihrer personenbezogenen Daten widersprechen. Der Datenschutz wird durch detaillierte rechtliche und technische Maßnahmen sichergestellt.

Das bestehende epidemiologische Krebsregister von 1926 ist das älteste in Deutschland.

(mgä/dpa)

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