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Radio Hamburg

Esso-Häuser

Die letzten Mieter räumen Wohnungen

Hamburg, 17.01.2014
Esso-Häuser, Screenshot Google, Reeperbahn, Spielbudenplatz

Die Esso-Häuser am Spielbudenplatz sollen abgerissen werden.

Vor wenigen Wochen mussten die Bewohner der "Esso-Häuser" wegen akuter Einsturzgefahr ausziehen. Nun ist das Gebäude fast leer.

Fast fünf Wochen nach ihrer Evakuierung sind die einsturzgefährdeten Esso-Häuser an der Hamburger Reeperbahn nahezu komplett leergeräumt.

Noch 40 Mieter ohne Wohnung

In der kommenden Woche müsse nur noch eine einstellige Zahl an Mietern Sachen aus den Wohnungen holen, sagte der Sprecher der Eigentümerin Bayerische Hausbau, Bernhard Taubenberger. Dann seien alle der mehr als 100 Wohnungen leer. Ursprünglich hatte der Umzug schon in dieser Woche über die Bühne gehen sollen. Krankheitsfälle und eine Demonstration gegen die nunmehr aufgehobenen Gefahrengebiete hätten die Arbeiten aber verzögert. Rund 40 Mieter haben noch keine neue Wohnung gefunden. Auch die Einrichtung der Läden und Lokale in dem Gebäudekomplex ist weitestgehend weggeschafft. "Wir gehen davon aus, dass bis Ende Januar alles leer ist", sagte Taubenberger.

Aus Sicherheitsgründen durften die Mieter ihre Möbel und Habseligkeiten nur mit Hilfe einer Spedition aus den Häusern holen. Es galt, Erschütterungen zu vermeiden. Als der Umzug am 7. Januar begann, mussten noch 76 Mietparteien ihre Sachen zusammenpacken. Wer noch keine neue Wohnung gefunden hatte, wohnte bei Verwandten, Freunden oder im Hotel. Auf Rechnung der Eigentümer ließen sich die Möbel zwischenlagern. Die bisherige Zahl an gefundenen Ersatzwohnungen sei aber zufriedenstellend, sagte Taubenberger.

Proteste gegen Neubau-Pläne

Das Bezirksamt hatte die Häuser am 15. Dezember gesperrt, da Bewohner von wackelnden Wänden berichtet hatten. Das Gebäude musste evakuiert werden. Auf dem Gelände soll neu gebaut werden. Immer wieder kommt es zu Protesten gegen die Pläne - mitunter wird den Eigentümern vorgeworfen, den Verfall aus Profitstreben bewusst in Kauf genommen zu haben. Die Bayerische Hausbau nennt die Vorwürfe haltlos. Die Mieter sollen demnach ein Rückkehrrecht bekommen.

Lest auch: Esso-Häuser an Reeperbahn: Mieterinitiative zeigt Bayerische Hausbau an

Die Initiative Esso-Häuser will die Gebäude bewahren und die Mieter schützen. Die Bayerische Hausbau plant dagege ...

Wann genau mit dem Abriss begonnen werden kann, ist noch unklar. Der Antrag auf eine Abbruchgenehmigung werde noch im Bezirksamt geprüft, sagte eine Sprecherin. Ein Ergebnis soll aber bald vorliegen.

(dpa/mgä)

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