Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Fall Yagmur

Mediziner erstattete Anfang 2013 Anzeige

Hamburg , 17.01.2014
RHH - Expired Image

Der Tod der dreijährigen Yagmur aus Billstedt im Dezember 2013 sorgte in ganz Hamburg für Bestürzung.

Brisante Neuigkeiten im Fall der verstorbenen 3-jährigen Yagmur. Schon im Januar 2013 erstattete ein Mediziner Anzeige wegen "massiver Verletzungen".

Ein Hamburger Rechtsmediziner hielt die kleine Yagmur schon Monate vor ihrem gewaltsamen Tod für "hochgradig gefährdet".

Im Januar 2013: Rechtsmediziner erstattete Anzeige wegen "massiver Verletzungen"

Das berichtete der Experte, Klaus Püschel, am Donnerstag (16.01.) im Familienausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft. Die drei Jahre alte Yagmur verblutete am 18. Dezember 2013 innerlich. Der Vater soll sie zu Tode misshandelt haben, die Mutter nichts dagegen unternommen haben. Beide sitzen in Untersuchungshaft. Der Rechtsmediziner führte aus, dass er bei Untersuchungen am 31. Januar 2013 "massive Verletzungen" an Kopf und Bauch festgestellt habe, deren Ursache kein Unfall sein könne. Deshalb habe er einen Tag später Anzeige erstattet, fügte Püschel hinzu. Dies sei ein "extrem ungewöhnlicher Vorgang".

Das Mädchen wurde seit seiner Geburt vom Jugendamt betreut. Es war zu einer Pflegemutter gekommen, immer wieder kam es aber auch zu Begegnungen mit den leiblichen Eltern, die das Sorgerecht hatten. Obwohl die Ermittlungen gegen die leiblichen Eltern noch nicht abgeschlossen waren, durfte Yagmur von Mitte 2013 an wieder bei ihnen leben.

Staatsanwaltschaft stellte Ermittlungen gegen Eltern ein

Nach der Anzeige des Rechtsmediziners gab das Jugendamt Yagmur vorübergehend in eine Einrichtung. Denn die Pflegemutter soll sich selbst bezichtigt haben, möglicherweise für eine Verletzung des Kindes Anfang 2013 verantwortlich zu sein - deshalb wurde zuerst auch gegen sie ermittelt. Doch erst im Herbst 2013 habe die Hamburger Staatsanwaltschaft angefragt, ob die Schilderungen der Pflegemutter zu der Verletzung des Kindes passten, sagte Püschel. Er habe das verneint. Im November stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die leiblichen Eltern und die Pflegemutter ein.

Man wusste, dass es höchstwahrscheinlich eine Misshandlung war", hatte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft dazu kürzlich erklärt. "Es konnte aber nicht aufgeklärt werden, wer für die Verletzung verantwortlich war." Warum gab es bereits im Sommer die Entscheidung, dass das Kind bei den leiblichen Eltern leben durfte - obwohl auch gegen sie noch Ermittlungen liefen? "Mit gesundem Menschenverstand kann ich das nicht nachvollziehen", monierte die Grünen-Abgeordnete Christiane Blömeke.

Bericht von Jugendhilfeinspektion voraussichtlich Ende Januar

Eine Antwort darauf erhielten die Familienpolitiker auch im öffentlichen Teil der Ausschusssitzung nicht. Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) erklärte, seine Behörde wolle weiterhin erst den Bericht der unabhängigen Jugendhilfeinspektion abwarten. Dieser wird für Ende Januar erwartet und soll klären, ob die Behörden Fehler bei der Betreuung des Mädchens gemacht haben.

Lest auch: Tod der dreijährigen Yagmur: Senator verspricht lückenlose Aufklärung

Der Hamburger Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) hat eine schnelle und lückenlose Aufklärung des Todes der dreijä ...

(dpa/mgä)