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Radio Hamburg

Gewalt in Hamburg

Gewaltandrohung gegen Hamburger Polizisten

Hamburg, 13.01.2014
04-Ausschreitungen-Gefahrengebiet

Nach den schweren Ausschreitungen und Angriffen gegen Beamte fordern nun vermutlich Linksextremisten im Internet zu weiteren, gezielten Attacken auf Polizisten auf. Die Gewalttäter rufen zu Steinwürfen und zur Verfolgung der Beamten in deren Freizeit auf.

Die Polizeikontrollen im Hamburger Gefahrengebiet sorgen weiterhin für Proteste und Randale. Verfassungsschützer rechnen mit weiteren Krawallen.

Keine Ruhe in Hamburg: Nach der Verkleinerung des Gefahrengebiets, in dem die Polizei jederzeit Bürger kontrollieren darf, ist es rund um die Reeperbahn zu neuer Randale gekommen. Bei weiteren Auseinandersetzungen will die Polizei die Verkleinerung notfalls wieder rückgängig machen. Die CDU forderte unterdessen eine
bessere Ausrüstung der Polizei. "Ich hoffe, dass die Vernunft siegt und die Gewalttäter innehalten", sagte Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD). "Ansonsten überprüft die Polizei wie bisher regelmäßig, ob die Ausweisung der Gefahrengebiete weiter erforderlich und ihr Zuschnitt polizeifachlich angemessen ist."

Neue Auseinandersetzungen am Wochenende

Neumann deutete auch an, dass das großflächige Gefahrengebiet möglicherweise zu früh reduziert worden sei. "Das ist eine Frage, die man sich wirklich stellen muss", sagte er dem Sender NDR 90,3 am Wochenende. In der Nacht zum Samstag (11.01) waren bei neuen Auseinandersetzungen drei Beamte nach Angaben der Polizei leicht verletzt wurden. Unter anderem sei eine Polizistin von einer Flasche getroffen worden. Es gab zwei Festnahmen. Laut Polizei hatten sich etwa 200 Demonstranten versammelt. Die Beamten waren mit einem großen Aufgebot im Einsatz.

Lest auch: Lärmender „Brushmob“: Demonstrationszug zur Reeperbahn

Am Samstag wurde mit einem "Brushmob" friedlich gegen die Hamburger Gefahreninseln protestiert. Dabei w ...

Nach Angaben des sogenannten Ermittlungsausschusses der Demonstranten, der sich um Festgenommene kümmert, wurden auch zwei Demonstrationsteilnehmer schwer verletzt.

Weitere Attacken von Linksradikalen erwartet

Das Gefahrengebiet, in dem die Polizei Bürger verdachtsunabhängig überprüfen darf, war am 4. Januar eingerichtet worden. Am vergangenen Donnerstag (09.01.) verkleinerte die Polizei die Zone deutlich. Sie besteht jetzt aus drei nicht mehr zusammenhängenden Inseln. Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass die Ausschreitungen in Hamburg die gewaltbereite linke Szene über die Grenzen der Hansestadt hinaus mobilisiert haben. Verfassungsschützer erwarten nach einem
"Focus"-Bericht weitere Attacken von Linksradikalen. Sorgen macht ihnen die Größe des gewalttätigen "Schwarzen Blocks" bei der Hamburger Demonstration kurz vor Weihnachten.

Lest auch: Fast friedlicher Protest: Kissenschlacht und Straßenparty

Bei der Kissenschlacht als friedlicher Protest gegen die eingerichteten Gefahrengebiete in Hamburg &nbs ...

Hamburgs Verfassungsschutzchef Manfred Murck sagte auch, dass dazu Linksextremisten aus ganz Deutschland und dem Ausland angereist seien. Die Lage habe sich noch nicht ganz beruhigt. "Einige wollen natürlich den Kessel am Kochen halten und die Polizei zumindest mit nervigen Aktionen herausfordern."

Verhandlungen mit Besetzern der Roten Flora

Im Streit mit den Besetzern der Roten Flora im Schanzenviertel bietet Innensenator Michael Neumann jetzt Gespräche an, soweit sich die Besetzer verpflichten, künftig keine Gewalt auszuüben. Als Vermittler hat sich inzwischen der 85 Jahre alte Ex-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi angeboten. Er hat schon Mitte der 80er Jahre den Konflikt um die Hafenstraßenhäuser gelöst. (dpa/apr)