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Radio Hamburg

Netzrückkauf

Bewerbungsfrist für Stromnetz endet - Neue Interessenten in Sicht

Hamburg , 14.01.2014
Energienetz, Strommast, Vattenfall, Energie

Begehrt: das Hamburger Stromnetz.

Am Mittwoch (15.01.) endet die Bewerbungsfrist für das Betreiben der Hamburger Energienetze. Nun gibt es zwei weitere Bewerber.

Wer in den kommenden Jahren das Hamburger Stromnetz betreiben will, muss bis Mittwoch, den 15.01., schriftlich sein Interesse bekunden. Bis 11 Uhr besteht noch die Möglichkeit, um sich bei der Hamburger Umweltbehörde für das neue Konzessionsverfahren anzumelden. Die bisherige Stromkonzession läuft Ende 2014 aus. 

Verhandlungen zwischen Stadt und Vattenfall

Zugleich fällt auch eine wichtige Vorentscheidung für die Umsetzung des Volksentscheides zu den Energienetzen. Mit knapper Mehrheit hatten die Hamburger am Tag der Bundestagswahl entschieden, dass die Stadt die Netze für Strom, Gas und Fernwärme wieder selbst übernehmen sollte. Die Stadt, die derzeit 25,1 % des Netzes hält, wurde damit verpflichtet, alle notwendigen und zulässigen Schritte zu unternehmen, um eine Verstaatlichung herbeizuführen. Seit langem verhandeln deshalb Vattenfall und die Stadt über den Verkauf des Stromnetzes und ebenso des Fernwärmenetzes, die in einem Rutsch verkauft werden sollen.

Am Mittwoch müssen diese Verhandlungen abgeschlossen sein: Sollten sich Senat und Vattenfall bis dahin nicht auf einen freiwilligen Verkauf einigen, würde Vattenfall mit der Tochtergesellschaft "Stromnetz Hamburg GmbH" gegen eine neue Gesellschaft der Stadt antreten. In diesem Fall steht die Stadt neben anderen Interessenten auch in Konkurrenz zu Vattenfall. Doch auch im Falle einer Übernahme müsste sich die Hansestadt in dem Konzessionsverfahren gegen die Konkurrenz anderer Interessenten durchsetzen. Sollte der Verkauf klappen, würde Vattenfall sich voraussichtlich nicht um eine Konzession bewerben. Vielmehr würde Hamburg die Anteile des schwedischen Energieversorgers an der gemeinsamen Netzgesellschaft übernehmen und sich mit dieser Gesellschaft um die Konzession bewerben.

Neue Konkurrenz

Dabei stieg die Zahl der Mitbewerber zuletzt. Neben dem holländischen Unternehmen "Alliander", das zusammen mit der Hamburger Genossenschaft EnergieNetz Hamburg eG an den Start geht, ist nunmehr auch E.on Hanse ins Rennen um die lukrative Konzession eingestiegen. Dabei gilt, dass die Umweltbehörde die Konzession "diskriminierungfrei" zu vergeben hat, also nicht die Stadt Hamburg ohne sachlichen Grund bevorzugen darf. Es bleibt also im wahrsten Sinne des Wortes "spannend". (mgä/mho/dpa)

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