Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Billstedt

Acht Jahre Haft für Bürostuhlmörder

Hamburg, 15.07.2014
RHH - Expired Image

Ein Mann erschlug eine Bekannte mit einem Bürostuhl und steht dafür erneut vor Gericht.

Im März 2013 hat ein 53-Jähriger eine Frau mit einem Bürostuhl erschlagen. Jetzt sstand der Mann zum zweiten Mal vor Gericht und wurde zu einer harten Strafe verurteilt.

Ein 53-Jähriger hat Ende März 2013 eine 69-jährige Frau in seiner Wohnung in Hamburg-Billstedt ermordet. Angeblich hat der Mann mindestens vier Mal mit einem Bürodrehstuhl gegen den Kopf seiner Bekannten geschlagen. Die Frau starb kurz danach an schweren Kopfverletzungen.

Erneute Verhandlung

Der Fall wurde im Oktober 2013 schon einmal vor Gericht behandelt, dort wurde der 53-Jährige zu einer Haft von zehn Jahren verurteilt. Die Richter ordneten an, dass der Mann vor seiner Zeit im Gefängnis in einer Psychiatrie behandelt werden sollte. Das Urteil wurde jedoch vom Bundesgerichtshof aufgehoben und an eine andere Strafkammer des Landgerichts verwiesen. Am Dienstag (15.07) musste sich der Mann erneut vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Das Verfahren wurde allerdings nicht völlig neu aufgerollt, es ging ausschließlich um die Höhe der Strafe.

Angst vor Abschiebung

Der deutsche Mann mit äthiopischen Wurzeln hat beim ersten Prozess erklärt, dass er Angst vor einer Abschiebung hatte und dachte, dass die 69-Jährige Teil einer Verschwörung gegen ihn war. Seine Bekannte habe immer wieder behauptet, dass "Intellektuelle" ihn aus dem Land schaffen wollten. Im März 2013 soll sie ihn erneut unter Druck gesetzt haben, woraufhin er mit dem Bürostuhl auf sie eingeschlagen hat.

Acht Jahre Haft

Am Dienstagmittag fällte das Landgericht der Hansestadt sein endgültiges Urteil: der Mann muss für acht Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Zudem ordneten die Richter an, dass der 53-Jährige zunächst in einer psychiatrischen Klinik bleiben muss. "Der Angeklagte litt zur Tatzeit unter einer krankhaften seelischen Störung", erklärte der Vorsitzende Richter Wolfgang Backen in seiner Urteilsbegründung.

(dpa/lwe)

comments powered by Disqus