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Radio Hamburg

Praktiker-Pleite

Ermittlungen gegen ehemalige Vorstände

Hamburg/ Saarbrücken, 10.07.2014
Praktiker, Baumarkt, Pressebild

Nach der Pleite des Baumarktgiganten Praktiker und Max Bahr ermittelt nun die Staatsanwaltschaft gegen fünf ehemalige Vorstandsmitglieder.

Ein Jahr nach der Pleite der Baumarktkette ermittelt die Hamburger und Saarbrücker Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung.

Ein Jahr nach der spektakulären Pleite der Baumarktkette Praktiker, zu der auch die Baumärkte von Bax Bahr gehörten, ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung gegen insgesamt fünf ehemalige Vorstandsmitglieder des Konzerns.

Insolvenz herausgezögert?

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstag (10.07) entsprechende Berichte der Medien. Angesichts der häufigen Wechsel im Vorstand 2011 sei es allerdings schwierig zu ermitteln, ob eines der Vorstandsmitglieder die am 10. Juli 2013 angemeldete Insolvenz herausgezögert habe. Dazu sei ein Gutachten in Auftrag gegeben worden, das frühestens im Herbst erwartet werde. Das Insolvenzverfahren läuft trotz der Ermittlungen weiter und wird erst in einigen Jahren abgeschlossen sein. Wie hoch der Schaden ist und welche Insolvenzquote am Ende für die Gläubiger herauskommt, ist noch offen.

Ermittlungen seit einem Jahr

Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit Herbst 2013. Grundlage sind nach Angaben des Sprechers, Thomas Reinhardt, Anzeigen von Aktionären und Gläubigern. Sollten sich die Anschuldigen bestätigen, drohen den ehemaligen Vorständen bis zu drei Jahre Haft.

15.000 Beschäftigte von Pleite betroffen

Von der Pleite des Baumarktkonzerns waren im Juli 2013 deutschlandweit rund 15.000 Angestellte in 306 Märkten betroffen. Etwa 14.000 Beschäftigte haben inzwischen wieder einen neuen Job gefunden. "Es ist sehr schwer zu entscheiden, ob man das Glas halb voll oder halb leer nennen soll", sagt Klaus Kost, der die sechs Transfergesellschaften der Baumarktkette koordiniert. Unter den 7500 Arbeitnehmern, die den Übergang in eine Transfergesellschaft wählten, hätten bisher rund 60 Prozent einen neuen Arbeitsvertrag, wobei das Projekt noch nicht beendet ist.

"Druck aus dem Markt genommen"

Andere Baumärkte profitieren stattdessen von der Pleite des Baumarktriesen. "Das hat Druck aus dem Markt genommen", erklärte Albrecht Hornbach, Chef der gleichnamigen drittgrößten Baumarktkette in Deutschland. Bei allen großen Heimwerkerketten stieg der Gewinn und Umsatz im ersten Quartal 2014 deutlich an. Ein Großteil der ehemaligen Praktiker- und Max-Bahr-Märkte wurde nach der Pleite von konkurrierenden Ketten übernommen.

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(dpa/san)

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