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Radio Hamburg

Schandflecken

Stadt plant Abriss der City-Hochhäuser

Hamburg, 22.07.2014
City-Hochhäuser, Bezirksamt Mitte, Straßenansicht Klosterwall

Sind die City-Hochhäuser am Hauptbahnhof möglicherweise bald Geschichte?

Wenn 2018 die Beamten des Bezirksamts Mitte die vier Türme verlassen, sollen diese nach dem Willen der Finanzbehörde durch einen Neubau ersetzt werden.

Für viele Hamburger sind die vier City-Hochhäuser am Klosterwall gegenüber des Hauptbahnhofs ein echter Dorn im Auge, die nicht selten als Schandflecken in der Innenstadt bezeichnet werden. Das "Abendblatt" will nun erfahren haben, dass man trotz Denkmalschutz darüber nachdenkt, die Gebäude abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen.

Grauer 50er-Jahre Bau 

Der Bau mag zwar in den Augen vieler Betrachter nicht sonderlich schön sein, steht aber als Vertreter der klassischen Nachkriegsarchitektur unter Denkmalschutz und kann somit nur schwer abgerissen werden. Genau darüber will sich die Finanzbehörde laut eines internen Entwurfs verabschieden und den Bau schnellstmöglich dem Erdboden gleichmachen. Das Grundstück in bester Innenstadtlage soll nämlich in Kürze ausgeschrieben werden, da das dort ansässige Bezirksamt Mitte im Jahr 2018 mit den rund 1.000 Mitarbeitern in einen Neubau an den Schultzweg südlich des Hauptbahnhofs umziehen wird. Bevor der Abriss allerdings in trockenen Tüchern ist, muss noch der Senat zustimmen. "Wenn der Senat den Abriss der denkmalgeschützten City-Hochhäuser beschließt, ist das eine richtige Entscheidung. Denn diese hässlichen Bauten sind nicht mehr zeitgemäß", SPD-Stadtentwicklungsexperte Dirk Kienscherf im "Abendblatt".

Investoren anlocken

Man erhofft sich durch die Abrisserlaubnis, nach dem Auszug der Beamten, mögliche Investoren mit einer höheren Planungssicherheit anziehen zu können. Bei der Finanzbehörde erhofft man sich dadurch auf höhere Gebäude für das Filetgrundstück in der City. Schon 2012 hatte es eine ähnliche Ausschreibung gegeben, bei der die Variante Abriss und Neubau auf dem Plan stand und bei der Gebote von mehr als 30 Millionen Euro abgegeben wurden. In dem Entwurf der Finanzbehörde heißt es laut "Abendblatt" dazu: "Aufgrund der derzeit günstigen Finanzmarktsituation ist für diese Variante nunmehr von einem höheren Erlös auszugehen, der die Gebote für eine Sanierungsvariante um einen geschätzten zweistelligen Millionenbetrag übersteigen wird." 

Kritik aus der Opposition

Auf wenig Begeisterung stießen die Pläne bei der Opposition. "Der Hamburger Senat muss vorbildhaft mit seinen Denkmalen umgehen. Er darf die denkmalgeschützten City-Hof-Hochhäuser nicht allein finanziellen Mehreinnahmen opfern", so CDU-Fraktionschef im Bezirk Mitte, Gunter Böttcher im "Abendblatt". Ein Gutachten der Kulturbehörde kommt im Übrigen zu einer ähnlichen Einschätzung. Demnach sei die Erhaltung aus geschichtlichen Gründen im öffentlichen Interesse. Der Komplex sei als Eingang zur Hamburger Innenstadt ein Dokument zeitgemäßer Nachkriegsarchitektur. Laut dem Sprecher der Kulturbehörde gegenüber "NDR 90,3" sei der Abriss auch nur eine Option von vielen. Möglicherweise ließe sich auch ein Investor finden, der bereit sei, die Gebäude zu sanieren.

(san)

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