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Radio Hamburg

Tod der kleinen Yagmur

Schockierende Details des Rechtsmediziners

Hamburg, 07.07.2014
RHH - Expired Image

Am Montag (07.07) schilderte Rechtsmediziner Klaus Püschel den langen Leidensweg der dreijährigen Yagmur bis zu deren Tod.

Im Prozess um den Tod der dreijährigen Yagmur vor dem Hamburger Landesgericht schockierte der Rechtsmediziner Klaus Püschel das Gericht mit neuen Details.

Monate vor dem Tod der kleinen Yagmur aus Billstedt im Dezember 2013 hatte der Chef der Rechtsmedizin am UKE, Professor Klaus Püschel, bereits Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt, als das Mädchen mit zahlreichen Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden musste. Als der Mediziner am Montag (07.07) im Prozess um den Tod des Mädchens vor dem Hamburger Landgericht aussagte, kamen neue schockierende Details ans Tageslicht. Klar ist jetzt, dass der Leidensweg des kleinen Mädchens noch viel grauenvoller war, als zunächst angenommen.

Eindeutig Lebensgefahr

Vor Gericht erklärte der 62-jährige Püschel, dass den Eltern nach seiner Ansicht hätte klar sein müssen, dass ihre Tochter an den Misshandlung sterben könnte: "Dass Lebensgefahr für das Kind bestand, ist eindeutig." Schon Wochen vor dem gewaltsamen Tod der Dreijährigen hätten "normale aufmerksame Eltern" bei dem Mädchen "schwerste Krankheitserscheinungen" feststellen müssen. "Das Kind hat sicherlich immer wieder geweint, sich übergeben, es hat sicher nicht normal gespielt", so Püschel gegenüber der "Mopo".

"Sehr, sehr gelitten"

"Dieses Kind hat immer wieder erhebliche Schmerzen davongetragen und sehr, sehr gelitten", so die grauenvollen Details des Rechtsmediziners. Allein 83 äußere Verletzungen unterschiedlichen Alters seien bei der Obduktion des Mädchens gezählt worden, die laut dem Experten eindeutig auf Misshandlungen zurückzuführen seien. Auch Yagmurs Organe wie Hirn, Lunge, Herz, Bauchspeicheldrüse, Leber und Niere waren geschädigt. Vernarbungen an den inneren Organen weisen darauf hin, wie lange das Mysterium des Mädchens angedauert haben muss. Da sich die inneren Verletzungen auf den oberen Bauchbereich konzentrierten, geht der Mediziner davon aus, dass wiederholt auf dieselbe Stelle eingeschlagen worden sei. "So etwas habe ich noch nie gesehen", so der fassungslose Experte.

Tod durch Vielfachverletzung

Anders als bisher angenommen ist laut Püschel aber nicht der Blutverlust durch einen Leberrisse für den Tod des Mädchens verantwortlich. Vielmehr sei Yagmur durch eine Vielzahl von Verletzungen gestorben. Das Mädchen muss auch Tage vor dem Tod starke Schmerzen gehabt haben und stark beeinträchtigt gewesen sein. Zum Schluss sei das Mädchen dann einfach zusammengebrochen. Während sich die beiden Eltern von Yagmur, Melek und Hüsein Y., die Ausführungen des Rechtsmediziners regungslos und mit Blick auf den Boden angehört haben, spiegelte sich bei den Schöffen das Entsetzen im Gesicht.

Schockierende Bilder

Auch bei den Bildern die von der Leiche des kleinen Mädchens vor Gericht gezeigt wurden, zeigten die Eltern die wegen Mordes und unterlassener Hilfeleistung vor Gericht stehen, keinerlei Regung. Die schockierenden Bilder der Obduktion zeigten die Spuren massiver Verletzungen am ganzen Körper der Kleinen - Blutergüsse, Abschürfungen, Schwellungen, Narben, Würgemale. Auch die gerissene Leber und die schwerwiegenden inneren Verletzungen waren zu sehen. Wer, ob Mutter oder Vater, für die massiven Misshandlungen der Dreijährigen verantwortlich ist, ist jedoch weiterhin unklar.

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(dpa/san)

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