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Radio Hamburg

Yagmur-Prozess

Pflegemutter hatte Misshandlungsverdacht

Hamburg, 11.07.2014
RHH - Expired Image

Yagmurs Mutter steht in Hamburg wegen Mordes vor Gericht. (Archivbild)

Die Pflegemutter der vermutlich zu Tode geprügelten Yagmur aus Hamburg hatte schon früher den Verdacht, dass die Kleine misshandelt wurde.

Nach Besuchen bei den leiblichen Eltern habe das Mädchen öfter blaue Flecken gehabt, sagte die 44-Jährige am Freitag (11.07.) als Zeugin vor dem Hamburger Landgericht.

Pflegemutter brachte Yagmur in Krankenhaus

Als Yagmur rund um Weihnachten 2012 mehrere Tage bei ihren Eltern war, sei es ihr danach so schlecht gegangen, dass sie das Kind ins Krankenhaus gebracht habe. Die Pflegemutter kämpfte bei ihrer Aussage immer wieder mit den Tränen, sie sprach mit brüchiger Stimme. Die angeklagten Eltern schaute sie nicht an. Yagmurs Mutter steht wegen Mordes vor Gericht, der Vater soll das Mädchen nicht geschützt haben.

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"Ich hab's mir schön geredet"

Für die Verletzungen des Kindes habe die Mutter immer eine Erklärung gehabt, berichtete die 44-Jährige. Mal sei Yagmur angeblich gegen ein Metallbett geknallt, mal im Schwimmbad ausgerutscht. "Aber ich hab's mir schön geredet." In einer E-Mail an Polizei und Jugendamt habe sie geschrieben, dass sie an Yagmurs Kindersitz gerüttelt habe und möglicherweise schuld an den Verletzungen sei, sagte die Pflegemutter. "Ich war in der Rückführungsphase fertig mit den Nerven und hab' überreagiert." In dieser Phase sollte sich Yagmur allmählich daran gewöhnen, wieder bei ihren Eltern zu wohnen.

Rechtsmediziner stellten jedoch später fest, dass die schweren Verletzungen des Kindes nicht vom Schütteln des Sitzes stammen konnten.

Yagmur schon kurz nach der Geburt bei Pflegemutter

Die Pflegemutter hatte Yagmur schon sieben Tage nach ihrer Geburt zu sich genommen - und sich bis Anfang 2013 um sie gekümmert. Ein knappes Jahr später, kurz vor Weihnachten 2013, war das Mädchen in der Wohnung seiner Eltern im Stadtteil Billstedt an inneren Blutungen in Folge eines Leberrisses gestorben.

Yagmur reagierte hysterisch auf leibliche Mutter

Yagmur habe sich schon früh dagegen gewehrt, ihre leiblichen Eltern zu besuchen, sagte die 44-Jährige. Wenn die Mutter das Mädchen abholte, habe es "hysterisch" auf sie reagiert: "Das war immer so eine Schreierei." Auch wenn sie zusammen mit dem Kind in der Wohnung der Eltern war, "ist Yagmur nicht von meinem Schoß runter". "Sie hat sich an einem festgehalten." Das Jugendamt habe ihr aber gesagt, dass das normal sei - "weil wir halt ihre Familie und ihr Lebensmittelpunkt sind". "Sie war Teil unserer Familie."

Sie habe vor Yagmur noch keine Erfahrung mit Pflegekindern gehabt. Am Nachmittag wollte das Gericht eine Kinderärztin als Zeugin hören.

(dpa/mgä)

 

 

 

(dpa/mgä)

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