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Radio Hamburg

Yagmur-Prozess

Yagmurs Onkel verteidigt den Vater

Hamburg, 03.07.2014
RHH - Expired Image

Prozess: Die kleine Yagmur starb am 18. Dezember 2013 an inneren Blutungen.

Im Prozess um den gewaltsamen Tod der kleinen Yagmur hat der Onkel des mitangeklagten Vaters von einem liebevollen Umgang berichtet.

Im Prozesses um den gewaltsamen Tod der dreijährigen Yagmur aus Billstedt hat der Onkel des mitangeklagten Vaters ausgesagt - und dem 25-Jährigen einen liebevollen Umgang mit dem Kind zugeschrieben. Vor dem Hamburger Landgericht sagte der Zeuge aus, dass sich der 26 Jahre alte Vater von seiner Frau scheiden lassen wollte. Sie habe Yagmur vernachlässigt und sei fremdgegangen. Dass die 27-Jährige aggressiv mit dem Mädchen umgegangen sei, habe er jedoch nicht bemerkt, sagte der Onkel.

Die kleine Yagmur starb am 18. Dezember 2013 an inneren Blutungen. Die Staatsanwaltschaft wirft der Mutter Mord aus Hass vor. Der Vater soll tatenlos mitangesehen haben, wie seine Frau die Dreijährige immer wieder misshandelte.

Rechtsmedizinerin spricht von schweren Misshandlungsspuren

Am Mittwoch hat außerdem eine Rechtsmedizinerin über schwere Misshandlungsspuren an dem Kind berichtet. Die Sachverständige sagte vor dem Hamburger Landgericht aus, dass sie bei dem Mädchen am 31. Januar 2013 - fast ein Jahr vor Yagmurs Tod - eine schwere Schädel- und Bauchverletzung sowie zahlreiche blaue Flecken am ganzen Körper entdeckt hatte. Ein Kinderarzt hatte die Rechtsmedizinerin hinzugezogen, weil er Misshandlung als Ursache für die Verletzungen befürchtet hatte. In ihrem Bericht kam die Rechtsmedizinerin zu dem erschütternden Schluss, dass Yagmur sich nicht bei einem Unfall verletzt haben kann. Das Mädchen wurde mehrmals mit einer entzündeten Bauchspeicheldrüse ins Krankenhaus gebracht; eine Infektion oder Vergiftung sei allerdings nicht die Ursache gewesen.

Die Sachverständige ging davon aus, dass das Kind heftig getreten oder geschlagen wurde. Auch eine Einblutung unter der Hirnhaut, wegen der Yagmur sogar operiert wurde, stamme aus "sehr massiver äußerer Gewalt". Das Mädchen müsse entweder heftig geschüttelt oder mit dem Kopf gegen eine Wand geschlagen worden sein, sagte die Rechtsmedizinerin. Die Eltern hätten für die schweren Verletzungen keine Erklärung gehabt. Das Ganze sei "hochgradig verdächtig" gewesen, eine Strafanzeige sei auf den Weg gebracht worden.

(dpa/lhö)

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