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Radio Hamburg

Stadtbahn oder U-Bahn?

Neuer Vorstoß für Hamburger Stadtbahn

Hamburg, 12.06.2014
U5, Neue U-Bahn, U-Bahn Bramfeld, Bild 1

U-Bahn oder Stadtbahn? Die Diskussion um das Hamburger Nahverkehrskonzept hat wahrscheinlich gerade erst begonnen.

Die Initiative "Pro-Stadtbahn-Hamburg.de" präsentiert zusammen mit der CDU ein Konzept für 19 Linien auf knapp 100 Kilometern für die Stadtbahn in Hamburg.

Während der SPD-Senat mit dem weiteren Ausbau der U4 und dem Bau einer neuen U-Bahnlinie voranprescht, legt der überparteiliche Verein "Pro-Stadtbahn-Hamburg.de" nun ein neues Konzept für den Bau eines Stadtbahnnetzes durch Hamburg vor. Am Mittwoch (11.06) wurde das Konzept auf Einladung der CDU im Rathaus präsentiert.

48-seitige Studie

Verfasst wurde die knapp 50 Seiten starke Studie des Vereins, die die Eckdaten für den Bau eines Stadtbahnnetzes für Hamburg umreißt, von dem Nahverkehrsberater Dieter Doege und Mathematikprofessor Ulrich Knauer aus Oldenburg. Ziel des Vereins ist es sich "sachlich und neutral in die Diskussion" um das Hamburger Nahverkehrskonzept der Zukunft einzubringen, so der Vorsitzende des neuen Vereins Klaus Tüpker. "Da wir keiner Partei verbunden sind, können wir eine seriöse Informationspolitik betreiben – und so das moderne, wirtschaftliche und vor allem ökologische Verkehrsmittel Stadtbahn den Hamburgern näherbringen", so Tüpker gegenüber dem "Abendblatt".

19 Linien auf 100 Kilometern

Im Kern schlägt das Konzept ein Stadtbahnnetz aus 19 Linien, 106 Zügen und 204 Haltestellen vor, die sich über die gesamte Stadt erstrecken und dabei die bestehenden U- und S-Bahnstationen einbinden. Auf knapp 100 Kilometern sollen die Linien sowohl in Nord-Süd- als auch in Ost-West-Ausrichtung Stadtteile wie Lurup, Steilshoop oder Jenfeld an das Nahverkehrsnetz anbinden. Daneben soll es mit den Stadtbahnlinie 2 und 5 einen Nord-Süd-Express geben, die Wilhelmsburg in 22 Minuten an das Zentrum anschließen sollen und weiter nach Niendorf Markt/ Burgwedel fahren. Dem Gegenüber gäbe es mit der Linie 14 von Klein Flottbek über Lattenkamp nach Rahlstedt einen Ost-West-Express.

Stadtbahnkonzept Pro-Stadtbahn-Hamburg.de

264,9 Millionen Fahrgäste pro Jahr

In der Studie geht der Verein davon aus, dass die Stadtbahn von über einer Viertel Million Menschen pro Jahr genutzt wird, was ungefähr 726.000 Passagiere pro Tag wären. Verkehren sollen die Bahnen in einem 20 Minuten Takt. Da an jeder Station allerdings mehrere Linien halten werden, wird der Takt sehr viel enger sein. Ginge es nach "Pro-Stadtbahn-Hamburg.de" würde die ersten Züge bereits ab 2020 durch Hamburg rollen. Bis 2029 wäre dann das gesamte Streckennetz fertig. 

Mehr als drei Milliarden Euro teuer

Die Gesamtkosten für das angepeilte Stadtbahnnetz gehen in die Milliarden. Insgesamt 3,28 Milliarden Euro müsste die Stadt für das gesamte Netz, samt Fahrzeugen, Betriebseinrichtungen und möglichen Extra-Kosten auf den Tisch legen.

Bisher nur eine Vision

Zwar geht die Studie bezüglich vieler Punkte sehr ins Detail, letztlich handelt es sich bei dem vorgestellten Konzept noch um kaum mehr als eine Vision für ein mögliches Stadtbahnkonzept. CDU-Fraktionschef Dietrich Wersich zeigte sich bei der Präsentation des Konzepts am Mittwoch (11.06) allerdings begeistert: "Diese Studie ist das Beeindruckendste, was Hamburger Bürger als konkreten und fundierten Plan zur Gestaltung des Nahverkehrs der Zukunft ausgearbeitet haben. Es ist ein Geschenk an die Stadt. Hamburg sollte sich damit intensiv befassen." Noch lehnt der SPD-Senat den Bau einer Stadtbahn allerdings kategorisch ab und treibt stattdessen die Pläne für den Bau der U-Bahnlinie U5 voran, die ab 2020 gebaut werden soll und auf knapp 40 Kilometern durch Hamburg rollen soll.

(san)

 

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