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Radio Hamburg

Stromnetz

Hamburg erhält Konzession für Stromnetz

Hamburg, 17.06.2014
Strommasten, Strom, Kosten, Stromnetz

Die Stromnetz Hamburg GmbH behält für 20 Jahre die Konzession für das Stromnetz in Hamburg.

Das Rennen um die Konzession für das Hamburger Stromnetz ist entschieden. Der alte und neue Netzbetreiber bleibt die Stadt Hamburg.

Der Betreiber des Hamburger Stromnetzes steht für die nächsten 20 Jahre fest. Wie bisher werde die Stromnetz Hamburg GmbH für das Netz verantwortlich sein, teilte die für das Konzessionsverfahren zuständige Hamburger Umweltbehörde am Dienstag (17.06) in der Hansestadt mit.

Keine Interessenten mehr für das Stromnetz

Alle übrigen Mitbewerber hätten sich aus dem Bieterverfahren zurückgezogen. Zu Beginn des Jahres hatten sich zunächst sechs Unternehmen um die Lizenz beworben. "Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt wird mit dem stadteigenen Unternehmen nun die Verhandlungen über die Modalitäten des Konzessionsvertrages aufnehmen", erklärte ein Sprecher der Umweltbehörde. Der Sprecher der Initiative "Unser Hamburg - Unser Netz" und Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg, Manfred Braasch, zeigte sich erfreut über das Ergebnis des Konzessionsverfahrens. "Das kann uns nur zufrieden stimmen", sagte er der. Die anderen Mitbewerber hätten offensichtlich erkannt, dass die städtische Stromnetz Hamburg GmbH das entsprechende Fachwissen habe, und sich deshalb zurückgezogen. Die zuletzt ausgeschiedene Bietergemeinschaft aus Alliander AG und EnergieNetz Hamburg eG sei zwar ebenfalls kommunal organisiert. "Unser Favorit war aber immer die 100 Prozent städtische Gesellschaft", sagte Braasch.

Hohe Investitionen ins Stromnetz geplant

SPD-Fraktionschef Andreas Dressel erklärte, die Strategie des Senats, durch Zuerwerb die Stromnetzgesellschaft zu übernehmen und damit nicht als Newcomer ins Konzessionsverfahren zu gehen, sei voll aufgegangen. "Die städtische Gesellschaft wird Inhaberin der Stromnetzkonzession, das ist jetzt - ein dreiviertel Jahr nach dem Volksentscheid - sicher. Damit wird der Volksentscheid beim Stromnetz vollständig umgesetzt." Das Hamburger Stromnetz steht vor hohen Investitionen. Viele der Anlagen des Netzbetriebs seien zwischen 1960 und 1975 in Betrieb genommen worden und müssten demnächst erneuert werden, teilte die Geschäftsführung der Stromnetz Hamburg GmbH mit. Bis 2018 werde die Netzgesellschaft jährlich mehr als 160 Millionen Euro in die Erneuerung und den Ausbau des Netzes investieren. Die Investitionen müssten zum Teil über Kredite finanziert werden.

Netz nach Volksentscheid übernommen

Die Stadt hatte das Stromnetz nach einem knappen, aber erfolgreichen Volksentscheid Anfang des Jahres übernommen. "Wir prüfen nun, wie wir mit den anderen Unternehmen der Stadt zusammenarbeiten können», sagte der Vorsitzende der dreiköpfigen Geschäftsführung, Dietrich Graf. Der Übergang von einem Teil des Vattenfall-Konzerns zu einer städtischen Gesellschaft werde noch bis ins nächste Jahr dauern. Um einen integrierten Stromnetzbetreiber zu schaffen, werde die Stromnetz Hamburg GmbH weitere Vattenfall-Betriebe übernehmen, vor allem im Servicebereich. Am Ende soll ein Unternehmen mit rund 1000 Mitarbeitern stehen, das zum Beispiel mit Hamburg Wasser oder mit der Stadtreinigung beim Einkauf oder bei der Ablesung von Zählern zusammenarbeitet. Die Umwandlung in ein städtisches Unternehmen läuft auf Hochtouren. Ein neues Logo der Stromnetzgesellschaft wird gerade eingeführt, Tarife angepasst und ähnliches. Ein Kunden- und ein Stromnetzbeirat sollen künftig den Dialog mit dem Unternehmen führen und mehr Transparenz herstellen.

Steigen die Strompreise?

Unklar ist gegenwärtig noch, ob sich die geplanten Investitionen auf die Netzentgelte und damit auf die Strompreise für die Endkunden auswirken werden. Stromnetze sind hoch reguliert; die Erträge werden von der Bundesnetzagentur zugewiesen und überwacht. Das Hamburger Stromnetz versorgt 1,1 Millionen Haushalte und Gewerbebetriebe. Durch das rund 27 500 Kilometer lange Netz fließen jährlich rund 13 Milliarden Kilowattstunden Strom. Im Geschäftsjahr 2013 hatte das Unternehmen bei einem Umsatz von 443 Millionen Euro einen Gewinn von 40 Millionen Euro ausgewiesen, der noch Vattenfall zusteht.

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(dpa/san)

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