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Radio Hamburg

Tag 4 im Yagmurprozess

Schockierende Notrufe ausgewertet

Hamburg, 21.06.2014
RHH - Expired Image

Am vierten Verhandlungstag im Yagmur-Prozess wurden die Notrufe aus der Todesnacht vor Gericht vorgespielt.

Am vierten Verhandlungstag um den Tod der dreijährigen Yagmur wurden am Freitag (20.06) die telefonischen Notrufe aus der Todesnacht ausgewertet.

Nachdem am dritten Verhandlungstag vor dem Hamburger Landgericht die Vernehmungsprotokolle der beiden angeklagten Eltern ausgewertet wurden, Yagmurs Mutter Melek Y. dabei zusammenbrach und ihr Vater Hüsein K. seine Wut kaum mehr kontrollieren konnte, wurden am Freitag (20.06) die schockierenden Notrufe aus der Todesnacht vor Gericht vorgespielt.

"Meine Tochter ist umgefallen"

Wie die "Hamburger Morgenpost" berichtet, sei Hüsein K am Morgen des 18.122013 auf dem Weg zur Arbeit gewesen, als ihn seine Frau kontaktierte und erklärte, dass Yagmur auf den Kopf gefallen und danach blau angelaufen sei. Melek Y. habe dann aber nicht die Rettungskräfte gerufen, weil sie angeblich in Panik gewesen sei. Vor Gericht erklärte sie, dass sie sich übergeben musste, als sie festgestellte hatte, dass ihre Tochter nicht mehr atmete.

Von einer Dienststelle zur nächsten

Vor Gericht wurden daraufhin die Notrufe aus der Nacht abgespielt, in der die kleine Yagmur schließlich an inneren Blutungen aufgrund eines Leberrisses starb. In der Aufzeichnung hört man den hörbar panischen Hüsein K., der allerdings mit seinem Anliegen von einer Dienststelle zur nächsten durchgereicht wurde und dabei quälend häufig berichten musste, was vorgefallen sei. "Können Sie schnell einen Krankenwagen rufen, meine Tochter hatte schon mal Hirnblutungen, sie ist aufgestanden und einfach umgekippt", so der Notruf laut der "Mopo".

Warum schlug die Kita nicht Alarm?

Am vierten Verhandlungstag rückte ebenfalls Yagmurs Kita in der Kandinskyallee ins Zwielicht. Eine Kripobeamtin erklärte vor Gericht, dass man in der Kita lange von den Problemen im Elternhaus von Yagmur Bescheid wusste. Bereits im August 2013 seien die Erzieher dort vom Allgemeinen Sozialen Dienst gewarnt worden, ein Auge auf das Mädchen zu haben. Trotz vieler Verletzungen und dem Fernbleiben von Yagmur aus der Kita dauerte es mehrere Wochen, bis man in der Kita die Behörden verständigte.

(san)

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