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Nach Frachterkollision

Frachter "Jade" wird stabilisiert

Hamburg, 07.03.2014
Frachter, Jade, Havarie

Der havarierte Frachter "Jade" ist mittlerweile zu einer Attraktion für Schaulustige geworden.

Der auf den Elbstrand gefahrene Frachter "Jade" soll im Laufe des Tages freigezogen und in eine Werft geschleppt werden.

Zunächst wird das auf der Seite eingerissene Schiff stabilisiert. Dafür wird eine Stahlplatte vor den Riss genietet, anschließend wird das Binnenschifff mit Beton verfüllt, um die nötige Stabilität für einen Transport zu gewährleisten.

Dann soll die "Jade" von einem Schlepper in die Jöhnke Werft gezogen werden. Dort soll der Frachter repariert werden. Die Reederei rechnet mit einem Schaden von mindestens 500.000 Euro.

Unfall wahrscheinlich "menschliches Versagen"

Das Binnenschiff "Jade" war am Mittwochmorgen (5.03.) bei dichtem Nebel mit dem Seeschiff "Wilson Fedje" kollidiert. Gegen den Lotsen (49) und den Kapitän (41) der "Wilson Fedje" ist ein Strafverfahren eingeleitet worden. Wie die Wasserschutzpolizei am Donnerstag angab, ist der Unfall wahrscheinlich auf menschliches Versagen zurückzuführen. Nach ersten Ermittlungen deutet vieles darauf hin, dass die "Wilson Fedje" zu weit im nördlichen Fahrwasser gefahren ist. Ermittelt werde nun wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs.

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Der Kapitän der unter der Flagge von Barbados fahrenden "Wilson Fedje" muss auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hamburg eine sogenannte Sicherheitsleistung von rund 8.000 Euro bezahlen. Das Seeschiff sei wegen eines zivilrechtlichen Verfahrens vorerst an die Kette gelegt worden, teilte der zuständige Gerichtsvollzieher mit.

 

 

Das Schiff hat sich inzwischen zu einer Attraktion für Schaulustige entwickelt. Viele lassen sich vor der im Sand liegenden "Jade" fotografieren.

(kl/mgä/dpa)

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