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Radio Hamburg

Tod der dreijährigen Yagmur

Untersuchungsausschuss nimmt Arbeit auf

Hamburg, 06.03.2014
RHH - Expired Image

Die dreijährige Yagmur soll von ihrem Vater misshandelt worden sein.

Rund zweieinhalb Monate nach dem Tod der dreijährigen Yagmur nimmt der Parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Aufklärung des Falls seine Arbeit auf.

Auf der Tagesordnung für die konstituierende Sitzung im Rathaus stehen unter anderem die Terminplanung und die Wahl eines Vorsitzenden.

Untersuchungsausschuss nimmt Arbeit auf

Aller Voraussicht nach wird dies der CDU-Justizexperte André Trepoll sein. Die dreijährige Yagmur war am 18. Dezember innerlich verblutet, der Vater soll sie zu Tode geprügelt haben. Das Gremium ist mit insgesamt elf Abgeordneten besetzt, sechs von der alleinregierenden SPD, zwei von der CDU und jeweils einem von Grünen, FDP und Linken.

Yagmur von Pflegefamilie zurück zu Eltern

Yagmur wurde seit ihrer Geburt von verschiedenen Jugendämtern betreut. Zum Todeszeitpunkt war das Bezirksamt Mitte zuständig. Die Mutter sprach bei einer ersten Vernehmung von einem Unfall, bei dem ihr Partner nicht zu Hause gewesen sein soll. Das Mädchen sei am frühen Mittwochmorgen in das Wohnzimmer gelaufen und dabei gestürzt. Der Vater ist wegen Körperverletzung, Diebstahls und Drogendelikten polizeibekannt. Yagmur lebte erst seit August dieses Jahres bei ihren leiblichen Eltern. Zuvor war sie auf Wunsch der Eltern, die sich überfordert fühlten, in einer Pflegefamilie untergebracht.

Lest auch: Tote dreijährige Yagmur: Justiz ermittelt jetzt gegen Jugendamtsmitarbeiter

Im Fall Yagmur ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt unter anderem gegen Mitarbeiter der zuständigen Jugendämter ...

Kongress "Kinder zwischen zwei Welten" in Lübeck

Der Tod der dreijährigen Yagmur in Hamburg hat erneut eine öffentliche Diskussion entfacht um Kernpunkte des Kinderschutzes. Vor allem die Rückführung des Mädchens aus der Pflegefamilie zurück zu den leiblichen (und womöglich misshandelnden) Eltern stößt auf Unverständnis und harsche Kritik. Der Fachkongress "Kinder zwischen zwei Welten", der vom 10. bis 11. März in Lübeck stattfindet, nimmt sich genau dieses schwierigen Spagats an: freie Träger und öffentliche Jugendhilfe müssen im Spannungsfeld zwischen Elternrecht und Kindeswohl Entscheidungen treffen, ohne dass die Kinder dabei zusätzlich Schaden nehmen. Das erfordert eine besonders intensive Kommunikation zwischen den beteiligten Systemen wie Jugendhilfe, Familiengerichten und ggf. Staatsanwaltschaften.

(dpa/mgä)