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Radio Hamburg

EHEC-Skandal

Kein Schadensersatz für Sprossenhersteller

Braunschweig, 20.05.2014
EHEC Virus

Trotz Generalverdacht: Sprossenhersteller haben kein Recht auf Schadensersatz durch die EHEC-Krise.

Durch die EHEC-Krise hatten die Hersteller von Sprossen hohe Umsatzverluste zu vermelden. Ein Hamburger Unternehmen forderte Schadensersatz.

Waren die generellen Warnungen vor Sprossen im Jahr 2011 übertrieben und vorschnell? Deutschlands größter Sprossenhersteller aus Bergedorf hatte deshalb vor dem Landgericht in Braunschweig die zuständigen Behörden auf Schadensersatz verklagt. Am Dienstag (20.05) gab das Gericht nun bekannt, dass die Sprossenhersteller keinen Anspruch auf Wiedergutmachung haben.

1 Million Euro gefordert

Der Sprossenhersteller hatte vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, das im Mai 2011 Sprossen unter Generalverdacht gestellt hatten, verantwortlich für zahlreiche EHEC-Fälle in Deutschland zu sein, Schadensersatz in Höhe von einer Million Euro gefordert. Dem Betrieb seien durch die Verdächtigungen hohe Einnahmen entgangen, weshalb die in Braunschweig ansässige Behörde die Hersteller nun entschädigen müsse.

Klage abgewiesen

Die Richter in Braunschweig entschieden nun, dass die generelle Warnung vor Sprossen durch die Behörden damals berechtigt und rechtmäßig war. Der Sprossenbetrieb in Bergedorf bleibt damit auf seinen Umsatzverlusten durch die EHEC-Krise sitzen.

53 Tote und 4000 Erkrankte

Durch den Darmkeim EHEC waren im Jahr 2011 53 Menschen gestorben und mehr als 4.000 erkrankt. Die Epidemie war der schwerste Ausbrauch einer Infektionskrankheit in Deutschland seit Jahrzehnten. Als Quelle für die Infektionskrankheit gelten heute aus Ägypten importierte Bockshornklee-Samen, aus denen Sprossen gezüchtet wurden. Während des Ausbruchs standen jedoch auch irrtümlicherweise Gurken aus Spanien in Verdacht, Überträger des Keims zu sein. 

(dpa/san)

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