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Radio Hamburg

Rote Flora-Eigentümer

Insolvenzantrag gegen Kretschmer gestellt

Hamburg , 16.05.2014
Rote Flora

Gegen den Eigentümer der Roten Flora läuft ein vorläufiges Insolvenzverfahren.

Im schwelenden Konflikt um die Zukunft der "Roten Flora" ist Eigentümer Klausmartin Kretschmer vorübergehend nicht mehr voll handlungsfähig.

Der Eigentümer des linksautonomen Kulturzentrums "Rote Flora", Klausmartin Kretschmer, kann wegen eines vorläufigen Insolvenzverfahrens nicht mehr frei über sein Vermögen verfügen.

Insolvenzverwalter für Kretschmer

Bis zur Entscheidung des Amtsgericht Hamburg-Mitte über die mögliche Eröffnung eines Verfahrens benötigt Kretschmer die Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters, des Hamburger Anwalts Nils G.Weiland. Das bestätigte Weiland am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

Insolvenzantrag von Finanzamt gestellt

Der Insolvenzantrag sei von Gläubigerseite am 15. April gestellt worden, er selbst wurde am 7. Mai zum vorläufigen Verwalter bestellt. Der Insolvenzantrag gegen Kretschmer wurde nach Darstellung seines Beraters Gert Baer von einem Finanzamt gestellt. "Wir sind davon sehr überrascht", sagte Baer. Es gehe um langwierige Steuerstreitigkeiten, die zum Teil auch bereits vor den Finanzgerichten ausgetragen worden seien. Einen unmittelbaren Zusammenhang mit der "Roten Flora" gebe es
nicht.

Berater Baer: "Kretschmer nicht zahlungsunfähig"

Baer zeigte sich zuversichtlich, mit der Finanzverwaltung eine Einigung über die Höhe der Steuerschuld herbeiführen zu können. Dann werde Kretschmer die fälligen Steuern bezahlen; es gehe nicht um astronomische Summen. Kretschmer sei nicht zahlungsunfähig, so dass es nicht zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens kommen werde. Darüber entscheidet allerdings das Gericht auf der Grundlage eines Gutachtens, das Weiland zur Zeit erarbeitet. Es werde in einigen Wochen vorliegen, sagte der Anwalt. Über das vorläufige Insolvenzverfahren hatte zuvor der Radiosender NDR 90,3 berichtet.

Stadt will Rote Flora zurückkaufen

Kretschmer liegt wegen der "Roten Flora" seit Monaten im Clinch mit der Stadt. Der  SPD-Senat will das seit bald 25 Jahren besetzte Theater zur Wahrung des Friedens in der Stadt von Kretschmer zurückkaufen - was dieser jedoch verweigert. Kretschmer möchte statt eines Verkaufs auf dem Grundstück am Schulterblatt ein fünf- bis sechsgeschossiges, kommerzielles Kulturzentrum errichten und hat entsprechende Bauvoranfragen gestellt.

Für die Stadt wiederum stellt dies einen Vertragsbruch dar, da jedwede Veränderung an dem Gebäude vorher von der Stadt abgesegnet werden müsse. Die Stadt klagt nun gegen Kretschmer auf einen Zwangsrückkauf des Gebäudes. Statt der bisher gebotenen 1,1 Millionen Euro werde die Stadt nun aber nur noch den 2001 von Kretschmer bezahlten Preis in Höhe von umgerechnet 190.000 Euro überweisen.

(dpa/mgä)

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