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Radio Hamburg

Konzessionsvertrag

Hamburger Stromnetz wieder in öffentlicher Hand

Hamburg, 12.11.2014
Stromkosten, Strom, Kosten

Die Auswirkungen auf den Strompreis sind noch unklar.

12 Jahre lang haben "Vattenfall" die Hauptanteile des Hamburger Stromnetzes gehört - jetzt liegt es wieder zu 100 Prozent in kommunaler Hand.

Es ist vollbracht: Senat und die städtische Stromnetz Hamburg GmbH haben einen 20 Jahre gültigen Konzessionsvertrag für das Stromnetz unterzeichnet. 

Unterzeichneter Konzessionsvertrag läuft 20 Jahre

Gut ein Jahr nach dem Volksentscheid ist das erste Drittel der Rekommunalisierung der Hamburger Energienetze geschafft. Die Stadt und die "Stromnetz Hamburg GmbH" unterzeichneten am Mittwoch einen 20 Jahre laufenden Konzessionsvertrag. Das zu 100 Prozent öffentliche Unternehmen darf damit von Januar an Hamburgs Straßen und Wege für seine Kabel und Leitungen nutzen. Im Gegenzug bekommt die Stadt nach Einschätzung von Umweltsenatorin Jutta Blankau (SPD) bis 2019 jährlich 90 bis 96 Millionen Euro.

Für die vollständige Umsetzung fehlen noch Gas- und Fernwärmenetz

Zuvor hatte Hamburg bereits seine 25,1-Prozent-Beteiligung an den Stromnetzen bei "Vattenfall" für mindestens 655 Millionen Euro auf 100 Prozent erhöht. Für das derzeit "Eon" gehörende Gasnetz rechnet Blankau noch in diesem Jahr mit einer Lösung, die Entscheidung für das wiederum "Vattenfall" zuzurechnende Fernwärmenetz soll 2019 fallen.

Volksentscheid war gegen den Kauf der Netze

Bei dem Volksentscheid am 22. September 2013 hatte sich eine knappe Mehrheit gegen den Willen des SPD-Senats unter Bürgermeister Olaf Scholz dafür entschieden, die Strom-, Gas- und Fernwärmenetze wieder vollständig in die öffentliche Hand zu bringen.

Viel Geld für Umsetzung von Nöten

Neben dem Konzessionsvertrag unterzeichneten beide Parteien zudem eine energiepolitische Kooperationsvereinbarung. Darin "geht es zum Beispiel um Investitionen, nämlich um zwei Milliarden Euro bis 2024", sagte Blankau. Der technische Geschäftsführer und Vorstandssprecher der "Stromnetz Hamburg GmbH", Dietrich Graf, sagte, für Ausbau, Erneuerung und Betrieb der Netze sei viel Geld nötig. "Wir sind vor einer Phase der Erneuerung. Die Anlagen sind relativ alt, weil sie in
den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts gebaut worden sind."

Auswirkungen auf den Strompreis

Graf kündigte dennoch an, dass die Kosten für Hausanschlüsse bei Neubauten bis einschließlich 2017 um fünf Prozent reduziert würden. Auch für Privatkunden stellte er im kommenden Jahr niedrigere Netzentgelte in Aussicht. Um wie viel genau, sagte Graf jedoch nicht. Auch wies er darauf hin, dass die Reduzierung nicht zwangsläufig auch beim Privatkunden ankommen müsse. Diese Entscheidung obliege allein den verschiedenen Energieunternehmen, von denen die Hamburger ihren
Strom erhalten. Und Blankau gibt zu bedenken, dass die Preise die Vertreiber von Energie festlegen würden. "Und die 'Stromnetz Hamburg GmbH' vertreibt keinen Strom."

Europaweit ausgeschriebenes Konzessionsverfahren

An dem europaweit ausgeschriebenen Konzessionsverfahren für das Stromnetz hatten sich Anfang des Jahres zunächst sechs Unternehmen und Bietergemeinschaften beteiligt. Am Ende blieb nur die "Stromnetz Hamburg GmbH" übrig. Sie war auch zuvor schon Betreiberin der Netze, gehörte aber mehrheitlich dem schwedischen Energiekonzern "Vattenfall". Das Hamburger Stromnetz versorgt 1,1 Millionen Haushalte und Firmen. Durch das rund 27 500 Kilometer lange Netz fließen jährlich rund 13 Milliarden Kilowattstunden Strom. Im Geschäftsjahr 2013 hatte das Unternehmen bei einem Umsatz von 443 Millionen Euro einen Gewinn von 40 Millionen Euro ausgewiesen.

(dpa/ns/kr/lsc)

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